Antrag: Bundeslager 2022

Als Bundesvorstand möchten wir wie auf dem Bund-Land-Treffen angekündigt gerne folgenden Antrag in die Bundesversammlung einbringen:

Die Bundesversammlung möge beschließen:
Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder veranstaltet im Sommer 2022 ein Bundeslager. Der Bundesvorstand wird beauftragt, eine Bundeslagerleitung zu suchen und einzusetzen.

Antragsteller
Axel Neumann für den Bundesvorstand

Begründung
Im üblichen Vier-Jahres-Rhythmus würde der BdP 2021 ein Bundeslager veranstalten. Mehrere Dinge sprechen für eine Verlegung des Bundeslagers auf das Jahr 2022.

  • Ferienschnittpunkt aller Bundesländer/Landesverbände:
    Die Ferienschnittpunkte aller Bundesländer gestalten sich im Jahr 2021 sehr ungünstig. Es gibt faktisch nur drei Tage, an denen alle Bundesländer gemeinsam Ferien haben. Bei einem Bundeslager 2021 wären insbesondere die Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern am Ferienanfang und/oder der Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg am Ferienende betroffen. Im Sommer 2022 gibt es einen großen Ferienschnittpunkt aller Bundesländer/Landesverbände, sodass ein 10-tägiges Bundeslager ohne “Ferienproblematik” möglich wäre.
  • Jubiläums-Bundeslager 2026 in Immenhausen:
    Wenn man nach 2022 in den bewährten vierjährigen Rhythmus zurückgeht, wäre das nächste Bundeslager 2026 und fiele somit auf das 50. Jubiläum des BdP, welches man im Rahmen eines Großlagers in Immenhausen begehen könnte. Ein Bundeslager 2026 ist nicht Teil dieses BV-Beschlusses.
  • Bundeslagerleitung:
    Viele Leitungspositionen beim Bundeslager waren 2017 von “alten Hasen” besetzt. Wir wünschen uns für das nächste Bundeslager viele neue Leute in der Bundeslagerleitung (inkl. Bereichsleitungen) und halten hierfür ein Jahr zusätzlich für sinnvoll.
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Lieber Bundesvorstand,
Ich finde alle Argumente verständlich. Letztes Jahr hatten wir ja schon eine Diskussion zu einem Bula 2026 und die bereits genannten Argumente sollten wir nicht außer Acht lassen, da sie auch auf 2022 zutreffen:

  • Überschneidung mit dem VCP
    Wenn ich es richtig sehe, hat der VCP 2017 ein Bundeslager außerhalb seines Rhytmusses gemacht und will 2022 in den regulären Rhythmus zurückkehren. Wurde mit dem VCP schon mal über die Idee eines BdP Bulas 2022 (und Auswirkungen auf gemeinsam genutztes Material, mögliche Konkurrenz um Großzeltplätze) gesprochen?
  • Das träfe natürlich dann auch auf ein mögliches Bula 2026 zu.
  • Auswirkungen auf Landeslager & -Fahrten
    Beides innerhalb eines Jahres zu stemmen ist in LVs nicht möglich, daher meine Frage: Was sagen die LVs zu den Plänen?
  • Wenn wir das Bula an das Jahr mit großem Ferienschnittpunkt anpassen, wie wahrscheinlich ist es, dass wir in Zukunft auch wieder nach Jahren mit großem Schnittpunkt suchen und den 4 Jahres-Rhythmus aufgeben?
  • Einmal als Pfadi aufs Bula
    Die längere Lücke könnte dazu führen, dass einige Mitglieder niemals in der Pfadfinderstufe auf das Bula fahren können (Alter 12-16). Wobei das sicherlich eine kleinere Anzahl ist, als wir durch die geringere Ferienüberschneidung nicht auf dem Bula hätten…

Weitere Argumente pro Verschiebung:

  • Überschneidung mit dem World Moot
    Das Moot ist derzeit immer im selben Jahr wie unser Bula, was vielen R/Rs eine Teilnahme unmöglich machen würde. 2021 wäre es auch mit Bula wohl möglich.

Noch ein paar Fragen und Ideen:

  • Wie wäre ein gemeinsames Bula mit dem VCP?
  • Wie ist die langfristige Planung eines Rhytmusses für die Bundesfahrt?
    Es gibt ja einen Antrag auf eine Bufa 2019. Bei nachfolgendem vier Jahesrhythmus wäre sie 2023 parallel zum Jamboree in Südkorea. Bei einer Bufa 2020 wäre sie parallel zur Eurojam…
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Lieber Mio,
vielen Dank für deinen Beitrag, das sind viele gute Fragen, die ich gerne versuchen möchte zu beantworten:

  • Überschneidung mit dem VCP
    Der VCP kennt unsere Überlegungen mit Hinblick auf den Ferienkorridor 2021. Grundsätzlich haben wir 2017 gesehen, dass zwei Bundeslager zeitgleich stattfinden können - die Überschneidungen bezüglich des gemeinsam genutzten Materials aber auch personeller Ressourcen in gemischten Teams müssen individuell z.B. in Abhängigkeit der vorhandenen Infrastruktur auf den jeweiligen Lagerplätzen und weiteren Möglichkeiten zur Material-Leihe (DPSG auf Bundes- und Diözesanebene, Kirchentag, …) betrachtet werden, stellen aber in jedem Fall eine gewisse Mehrbelastung dar.
    Ähnliches gilt für 2026, diese Diskussion stand ja bereits letztes Jahr im Raum. Ein Bundeslager in Immenhausen ist was den Materialbedarf angeht in jedem Fall vorteilhaft.
    Die Idee eines gemeinsamen Bundeslagers mit dem VCP kam an mehreren Stellen auf, wir haben darüber u.a. auch auf Vorstandsebene mit dem VCP und auf dem Bund-Land-Treffen mit den Landesverbänden gesprochen. Es gibt hierzu noch kein einheitliches Meinungsbild im BdP und seitens VCP auch aufgrund des anstehenden Vorstandswechsels und noch nicht besetzter Bula-Leitung keine weiteren vertiefenden Gespräche. Der Zeithorizont 2022 könnte, so es Wunsch der BV ist, jedoch noch eine detailliertere Diskussion ermöglichen.

  • Auswirkungen auf Fahrten und Lager
    Wir haben die langfristige Aktionsplanung, die auch die Großveranstaltungen auf Europa- und Weltebene, die Bundesfahrt etc. beinhaltet, auf dem Bund-Land-Treffen vorgestellt und werden dies auch auf die BV nochmals einbringen (dazu ein eigener TOP). Seitens der Landesvorstände wurden keine terminlichen Bedenken bezüglich des Bulas 2022 genannt.

  • Grundsätzlich zum Rhythmus (Präzedenzfall / einmal als Pfadi aufs Bula)
    Ich sehe die Verschiebung auf 2022 als einmaliges Vorhaben, das in Frage kommt, da wir im Zuge der Diskussion zum Jubiläums-Bula 2026 ohnehin einmal einen 5-Jahres-Abstand brauchen. Vor dem Hintergrund des Ferienschnittpunktes macht es Sinn, diesen längeren Abstand nun nach vorne zu ziehen. Da in vielen Stämmen bereits 11jährige in die Pfadistufe wechseln, gehe ich davon aus, dass auch in den meisten Fällen eine Bula-Teilnahme in der Pfadistufe möglich sein wird.

  • Bundesfahrt: Die Bundesfahrt hat in der Vergangenheit nicht immer in einem starren 4-Jahres-Schema stattgefunden. Da wir derzeit noch nicht wissen, ob für 2019 eine Fahrtenleitung zustande kommt (siehe Antrag zur Bufa 2019), ist es schwierig hier Prognosen über 2020 hinaus zu treffen. Grundsätzlich erwarten wir beim Eurojam alleine schon aufgrund der Kostenstruktur eine deutlich höhere BdP-Beteiligung als beim Jamboree.

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