Antrag L: Annerkennung der AG Pollution Police

Im Anhang einmal der Antrag der AG Pollution Police
Antrag L Pollution Police.pdf (230,5 KB)

Hallo,

die AG Pollution Police e.V. ist scheinbar mit einer „Media GmbH“ eng verbunden und zudem wirtschaftlich unterwegs, Ziel ist gem. Satzung selbst ein (Service-) Dachverband zu werden
 Die Satzung entspricht nicht der Landes- bzw. Bundessatzung des BdP, der GrĂŒnder ist auf Lebenszeit im Vorstand (dessen andere Mitgloieder zudem alle fĂŒnf und nicht alle zwei Jahre gewĂ€hlt werden
). Geht es wirklich um pfadfinderische Jugendarbeit oder nur um das KnĂŒpfen von Kontakten? WĂŒrde der Polution Police e.V. tatsĂ€chlich Satzung und Arbeit auf das BdP - Konzept umstellen?
Ich wĂŒrde mich freuen, wenn die Pfadfinder der AG Pollution Police hierzu etwas mehr erklĂ€ren bzw. ausfĂŒhren könnten


Beste GrĂŒĂŸe und Gut Pfad

Pfau

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Hallo Pfau,
ich teile deine Bedenken hinsichtlich der Satzung und wĂŒrde deiner Frage ein weiteres Bedenken hinzufĂŒgen. Auch die expliziten Vereinsziele wie z.B.:
Die Kinder und Jugendlichen sollen durch die Erweiterung der persönlichen Ressourcen in die Lage versetzt werden, fĂŒr die besonderen Anforderungen der Wirtschaft vorbereitet zu sein.
sehe ich sehr kritsch. Es kann zwar ein netter Nebeneffekt unserer Arbeit sein, dass man sich im wirtschaflichen Umfeld besser zurecht findet, sollte meiner Ansicht nach aber nie explizites Ziel von Pfadfinderarbeit sein.

Viele GrĂŒĂŸe und herzlichst Gut Pfad
@d

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Auch sehe die Gruppe sehr kritisch.
Ich kann mir nicht vorstellen, das diese mit dieser Satzung in unseren Bund zu integrieren ist.
FĂŒr mich hört es sich nach „wir greifen Vorteile bei. BdP ab, machen aber sonst unser Ding“.
Aga

Hallo,

ich habe Ă€hnliche Bedenken, mich wĂŒrde trotzdem auch ein aussagekrĂ€ftiges Statement der Pollution Police zu dem ja doch relativ knapp und sehr vage gehaltenen Brief an die LV interessieren. FĂŒr eine Aufnahme im LV sehe ich große HĂŒrden, die schon bei dem Mitgliedsbeitrag von 50 Euro im Monat (!) nach dem ersten halben Jahr anfangen und ĂŒber die schon von @d angesprochene „wirtschaftliche“ Ausrichtung und den Stolperstellen in der Satzung reichen. Und auch wenn ich die medienpĂ€dagogische Ausrichtung irgendwie ganz interessant finde, ist so ein relativ einseitiger Fokus – meine ich – auch nicht das, was den BdP ausmacht und was wir anstreben sollten.

Liebe GrĂŒĂŸe und herzlichst Gut Pfad,
Smutje

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Ich denke, dass die Medien gGmbh wie ein Förderverein des Stammes fungiert. Der Stamm an sich wird sich automatisch als BdP-Untergruppe an unsere Satzung halten, weil er ja genau deshalb auch zum BdP kommt um gezielt in einem Bund Kinder- und Jugendwarbeit nach unserer Satzung zu machen.
Im Fokus der Stammesarbeit steht die Pfadfinderarbeit, die neben Schwarzzeltlagern, Gruppenstunden und UnterstĂŒtzung der Tafel usw. eben auch auf digitale Dinge ausrichtet. Als Bund sollten wir uns eigentlich freune, dass wir eine Gruppe gefunden haben, die mit diesen Aspekt unserer Landesverband bun(d)ter macht.
BezĂŒglich der angebliche Vorteiler ist mir leider nicht klar, was das bedeuten soll. Die Vorteile haben alle StĂ€mme in unserem Landesverband - aber es wird hier so getan, als wĂŒrde sich da jemand irgendetwas nehmen wollen, was dann anderen fehlen wĂŒrde. So eine Neid-Diskussion finde ich etwas unangenehm und unpassend. Alle StĂ€mme nutzen die Kurse, Ausbildungangebote, Zeltlager und internationalen Treffen. Manche mehr, manche weniger, aber sie sind fĂŒr alle da. Es gibt keine exklusiven Treffen fĂŒr StĂ€mme oder welche nur fĂŒr Aufbaugruppen.
Das der Förderverein einen Vorstand auf Lebenszeit hat ist nicht so ungewöhnlich, weil es z.T. mit Spendern und der öffentlichen Darstellung zu tun hat. Gucken wir uns einfach mal unsere eigenen StĂ€mme an, dann werden wir feststellen, dass wir auch Leute haben, die wie ewige Könige im Hintergrund wirken, bzw. wirken wollen. Wesentlich ist an dieser Stelle aber, dass es sich um den Förderverein im Hintergrund handelt. Die Fördervereine sind aber nicht BdP eigene Untergruppierungen. Es sind eigene e.V.s, da entscheidet ein Amtsgericht ĂŒber die RechtmĂ€ĂŸigkeit von Satzung und fertig. Oder wir diskutieren hier alle Fördervereinsstrukturen aus. Aber es ist hier gerade sehr einseitig, denke ich.

Ich denke, dass es ein Gewinn ist, wenn wir einen neuen Stamm mit einer weiteren spannenden Ausrichtung fĂŒr unseren Landesverband dazugewinnen können und bin deshalb fĂŒr den Antrag.

Euch: Vielen Dank & Herzlichst Gut Pfad,
Hansi

Ich denke es wÀre durchaus sinnvoll, nochmal den Dialog mit dieser Aufbaugruppe zu suchen. Werden die bei der LV anwesend sein, sodass wir Ihnen Fragen stellen können?
Ich persönlich finde die sehr deutliche Wirtschaftsausrichtung dieser AG mehr als bedenklich, wĂŒrde sie aber auch gerne nochmal persönlich dazu befragen.
@isanH ich denke nicht, dass wir jede Gruppe in den LV aufnehmen mĂŒssen, nur weil sie sich selbst Pfadfinder nennen. Die bisher geĂ€ußerten Bedenken haben ja durchaus eine Grundlage, wir können als LV ja entscheiden welche Arten von Gruppen wir in den Verband aufnehmen wollen. Es ist ja anscheinend das GefĂŒhl da, dass diese Gruppe nicht unbedingt zu den Prinzipien und Ideen passt, die wir als Landesverband des BdP vertreten. Ob dies wirklich so ist, mĂŒsste, wie gesagt am besten in einem persönlichen GesprĂ€ch geklĂ€rt werden. Die bisher geĂ€ußerten, berechtigten EinwĂ€nde sollten dabei berĂŒcksichtigt werden.
Liebe GrĂŒĂŸe und herzlich Gut Pfad,
Jona

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geÀnderte-satzung-18.10.13.pdf (138,9 KB)

hier ist die Satzung, die ich bei pollutionpolice.com gefunden habe. Darauf beziehen sich hier ja schon einige Kommentare.

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Ich möchte die eigentliche Arbeit der Gruppe nicht bewerten, ohne sie kennengelernt zu haben. Bestimmt machen sie tolle Arbeit! Ich denke auch, wie Jona, dass wir hier den Dialog suchen sollten, um sie besser kennen zu lernen und mehr ĂŒber sie zu erfahren.

Wenn ich mir jedoch (wie einige andere hier auch schon) das in der Satzung formulierte SelbstverstÀndnis der Gruppe anschaue, bin ich mir nicht sicher, ob eine Aufnahme als Stamm oder Aufbaugruppe in den BdP LV NRW in Frage kommt. Ziele des Vereins sind unter anderem:

UnterstĂŒtzung in GrĂŒndungund Arbeitvon lokalen Ortsgruppenoder Partnergruppen, die wiederum gemeinnĂŒtzige Vereine sindoder gemeinnĂŒtzigen VerbĂ€nden angehören oder international als gemeinnĂŒtzig anerkannt sind. Das macht den Pollution Police e.V. langfristig zu einem Service-Dachverband.

Eine Pfadfinder-Jugendarbeit. Hierzu strebenwireine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit diversen Pfadfindergruppen, PfadfinderstÀmmen, PfadfinderverbÀnden und Pfadfinderorganisationen (z.B. WOSM / World Organisation of Scouting Movement, WAGGGS / World Association of Girl Guides and Girl Scoutsan. der WOSM (World Organisation of Scouting Movement, 
) an. In dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit verhÀlt sich der Pollution Police e.V. unparteiischund unabhÀngig.

Dieser Verein scheint sich eher als eine Alternative zum BdP als gesamtes zu verstehen. Ein Konzept („Pfadfinderei“) mit einem Namen („Pollution Police“) und einer bestimmten Ausrichtung, das es ermöglicht, viele lokale Ortsgruppen zu grĂŒnden (erstes Zitat). Dieser Verein plant, sich irgendwie mit WOSM/WAGGGS zu assoziieren (wie der BdP) (zweites Zitat).

Somit sehe ich irgendwie nicht, dass dieser Verein tatsĂ€chlich „eine Aufbaugruppe“ oder „ein Stamm“ ist, sondern denke, dass es sich um einen Verband (mit einem Mitgliedsstamm) handelt. DafĂŒr spricht auch, dass Pollution Police e.V. scheinbar einen Antrag auf Aufnahme bei einer Pfadfinder Weltorganisation gestellt hat.
(Nebenbei, sowohl WAGGGS/WOSM, als auch dieser Weltverband erlauben keine Doppelmitgliedschaften)

Ich glaube nicht, dass wir einen Verband in den BdP LV NRW aufnehmen können oder sollten.

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Heyho Hansi,
kurz dazu:

Es steht in besagter Satzung des Pollution Police e.V. (nicht der gGmbH oder Förderverein, whatever):

Der Entwickler des Projektes „Pollution Police“ und VereinsgrĂŒnder Dirk Leiber gehört dem Vorstand lebenslang an Satzung §7

Ich finde eine solche Phrase allein aus den grunddemokratischen Prinzipien, die wir eigentlich pflegen, recht bedenklich.
Ja, es gibt StĂ€mme, die haben Menschen, die sehr lange sehr aktiv sind und wahrscheinlich viel Herzblut in ihre Arbeit investiert haben und deswegen eher eine DauerprĂ€senz pflegen. Ich wĂŒsste aber von keiner Satzung, die besagt, dass Person X lebenslang StafĂŒ sein kann (denn nicht anders wĂŒrde ich diese Satzungsklausel interpretieren). Wir haben immernoch die Möglichkeit bei Meinungsverschiedenheiten z.B. diese Menschen, die eine DauerprĂ€senz zeigen, demokratisch aus dem Vorstand eines Stammes (also der StammesfĂŒhrung) zu wĂ€hlen. Das ist ein ganz großer Punkt, der, wie ich finde, bei uns ganz anders lĂ€uft.

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Hallo,
auch ich habe bei dem Antrag auf Anerkennung der Pollution Pollice sehr gemischte GefĂŒhle:
Zum einen freue ich mich darĂŒber, dass Gruppen zum BdP und in den LV NRW stoßen möchten. Wie @isanH sagt ist es auch schön, wenn sich Gruppen fĂŒr uns interessieren, die noch einmal neue Impulse in den LV bringen können. Auch die Monatsberichte klingen nach vielen schönen Ideen und spannenden Gruppenstunden, die von der Idee her meines Erachtens auch in den BdP LV NRW passen (andere gibt es, die ich fragwĂŒrdig finde).
Zum anderen habe ich Benken bei vielen der Dinge, die auch von anderen schon angesprochen wurden.
Wie @Schlaubi schon sagt, handelt es sich bei der Satzung, die viel kritisiert wird, um die ordentliche Satzung des Vereins, nicht des Fördervereins. Diese Satzung unterscheidet sich meines Erachtens grundlegend von unserem demokratischen GrundverstĂ€ndnis. Ein weiterer Widerspruch liegt in der Tatsache, dass bei Pollution Pollice auch Firmen als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden können. Das ist bei BdP (aus gutem Grund!) nicht vorgesehen und wĂ€re ein weiterer Punkt, der bei Anerkennung der AG verĂ€ndert werden mĂŒsste.

Zu dem Punkt des „Fördervereins“ der Firma Pollution Media gGmbH: auch hier sehe ich viele GrĂŒnde, dass es sich bei unseren Fördervereinen um Vereine handelt, und diese nicht gGmbHs mit EintrĂ€gen im Handelsregister sind. Das hat doch sicherlich auch rechtlich (und wirtschaftlich) einen ganz anderen impact (den ich weder rechtlich noch wirtschaftlich im Detail kenne).

Eine weitere Frage stellt sich mir in Bezug auf Förderung durch (oder Teil von?) ‚Rotary‘. Einen kleinen Hinweis hierzu gibt es unter [Projekte]. (http://pollutionpolice.com/projekt.html). Hier steht geschrieben, dass Pollution Police ein rotarisches Projekt sei. Mir stellt sich hierbei die Frage, wenn Pollution Police als AG anerkannt wird, was bedeutet dies fĂŒr eine Beziehung zwischen dem BdP und Rotary International bzw. Rotary Deutschland?

Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Pollution Police auf der LV. Die vielen Fragen, die sich schon hier bei mitreden stellen, versprechen eine interessante Diskussion auf der Landesversammlung.

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Hansi, es geht nicht um Neid. Es geht darum sich einerseits an unsere Kurse anzuhĂ€ngen, aber gleichzeitig nicht unseren Wertekanon zu unterstĂŒtzen. Das Passt nicht.
Im Dialog sollte man aber bleiben.

Aga

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Hallo Hansi,
wenn die gGmbH analog zu einem Förderverein zu behandeln ist, muss auch geprĂŒft werden ob §14 unserer Bundessatzung Anwendung findet.
Im Hinblick auf die Bundessatzung ist deine Aussage

Die Fördervereine sind aber nicht BdP eigene Untergruppierungen. Es sind eigene e.V.s, da entscheidet ein Amtsgericht ĂŒber die RechtmĂ€ĂŸigkeit von Satzung und fertig. Oder wir diskutieren hier alle Fördervereinsstrukturen aus. Aber es ist hier gerade sehr einseitig, denke ich.

auch insofern falsch, als das die Bundessatzung einen Einfluss auf Fördervereine vorschreibt, sofern Sie den BdP mit im Namen tragen. Ein Vergliech zu den Fördervereinen in Castrop, Dortmund und wo auch immer hinkt daher gewaltig.
Viele GrĂŒĂŸe
@d

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Hai @d, es stimmt, dass Fördervereine, die BdP im Namen oder die Lilie im Logo tragen natĂŒrlich mit der BdP-Satzung konform gehen mĂŒssen, andere (Förder-) Vereine haben aber keinen Einfluss darauf. Fördervereine, die namentlich nicht den BdP erwĂ€hnen, mĂŒssen uns nichts darlegen. Ebenso ist es ĂŒbrigens mit Stiftungen, die uns auch fördern. Wenn also beispielsweise Stiftungen einzelne StĂ€mme unterstĂŒtzen, so prĂŒfen wir als Verein nicht deren Satzung oder woher deren Gelder ggf. ursprĂŒnglich machn kamen oder kommen. Diese Aufgabe steht uns nicht zu. Vereine und Stiftungen werden allgemein von Gerichten und FinanzĂ€mtern geprĂŒft - das ist nicht Aufgabe des BdPs. Also wenn es einen gemeinsnĂŒtzige Gesellschaft gibt, die im Umfeld eines Stammes aktiv ist, die darĂŒberhinaus beispielsweise BdPler, DPSGler usw. meines Wissens schon Jamboree-Besuche mitfinanziert hat, dann ordne ich die gGmbH im Bereich eines Förderungvereins oder einer fördernden Stiftung an.
Bzgl. der Fördervereine möchte ich noch ergÀnzen, dass es keine Klausel in der BdP-Satzung gibt, die es Mitgliedern des BdP verbietet in anderen Vereinen Mitglied zu sein, wobei es diesbzgl. auch Ausnahmen gibt.
Entscheidend ist also einfach nur, dass es eine Gruppe von Leuten sind, die zwar unsprĂŒnglich aus einem anderen Verein kamen und zum Teil auch bleiben, dann aber als BdPLer*innen automatisch voll im BdP LV NRW e.V. Mitglieder sein werden.
Herzlichst Gut Pfad,
Hansi

Hai Aga,
den Wertekanon kann ich gerade nicht genau zuordnene. Der Wertekanon umfasst pauschal doch die Pfadfinderinnenregeln und die drei GrundsĂ€tze. Hinzu ist unsere Satzung wichtig. All das ist logisch und natĂŒrlich auch der Grund, weshalb die Gruppe zu uns wechseln möchte.
Ich denke, dass der Bund natĂŒrlich bunt und heterogen von seinen Ideen, Idealen und seinen Methoden sein sollte; wie wir in unserer HeterogenitĂ€t Pfadfinder
innenschaft leben und erleben wollen. Da gehört es fĂŒr mich dazu, auch neue Aufbaugruppen aufzunehmen, die vorher schon ein eigenes Profil fĂŒr sich erarbeitet und entwickelt haben. Das dieses Profil nicht zu uns passen könnte denke ich nicht, sondern glaube eher, dass es eine Bereicherung darstellt.
Ein Teil dieses Profils ist zum Beispiel die Digitalisierung, die dort auf anderen Felder genutzt wird als bei anderen StĂ€mmen gegenwĂ€rtig. Hinzu kommt mit der AG eine Gruppe, die nicht rĂŒckwirkend einen Förderverein aufbauen werden muss, sondern bereits ĂŒber ein förderndes Netzwerk verfĂŒgt, dass sowohl Stammesheim als auch Aktion im eigenen Stamm und darĂŒberhinaus finanziell unterstĂŒtzt.
Herzlichst Gut Pfad,
Hansi

Hai Smutje,
ich kann die Irritationen gut verstehen, dass die gGmbH und der alte Verein immer mit ins Rennen geworfen werden, aber die Gruppe wird automatisch eine BdP-Gruppe sein, d.h. die alten Vereinssatzung hat dann keine Funktion mehr in Hinblick auf die AG.
Der Begriff „wirtschaftlich“ scheint öfters einige zu irritieren, aber natĂŒrlich ist der BdP intern auch wirtschaft und verfolgt sogar in den Kursen regelmĂ€ĂŸig Bildungsziele, die darin bestehen, dass wir „Wirtschaftlichkeit“ erklĂ€ren. Im Basiskurs gibt es Einheiten, die auf die KassenfĂŒhrung hinfĂŒhren (Quittungen sind so wichtig wie Bargeld - so eine klassische Aussagen vorm Hajk zum Beispiel). Hinzu werden auf Landesversammlungen oft sehr lange Diskussionen ĂŒber Geld gefĂŒhrt: Die LV ist neben der wichtigen Funkltion als höchstes gremium des Lnadesverbandes auch ein Ort/eine Institution, an der die Delegierten und Besucher Demokratie erlernen, erproben und erfahren sollen. Das beinhaltet auch, wie wir innerhalb des Vereins mit unseren wirtschaftlichen Mitteln umgehen.
NatĂŒrlich steht bei uns der Begriff „wirtschaftlich“ nicht in der Satzung, wir leben aber des Aspekt in unseren Kursen mit einzelnen Einheiten, wir leben dieses Aspekt in unserer Landesversammlung und hinzu ist es ein Aspekt, den man bei Baden-Powell ebenso findet. Bei BiPi ging es darum, wie man seine Gruppe finanzieren kann und erfĂŒhrte auf, dass man Blechdosen und Papier sammeln könne um sie zu verkaufen; historisch natĂŒrlich, aber im Kern ging es schon immer darum, dass sich eine Pfadfinder*innengruppen natĂŒrlich auch darum kĂŒmmern muss, wie sie ihre Aktionen, Fahrten, Heime usw. selbst finanzieren kann. Das selbe Problem haben wir in vielen StĂ€mmen und StammesrĂ€ten: Wie finanzieren wir die Aktion? Wo bekommen wir Geld fĂŒr unser Heim her? Wie kann ich mir das Jamboree leisten? usw.

Herzlichst Gut Pfad,
Hansi

Hallo Hansi,

Deine Aussage:

ich kann die Irritationen gut verstehen, dass die gGmbH und der alte Verein immer mit ins Rennen geworfen werden, aber die Gruppe wird automatisch eine BdP-Gruppe sein, d.h. die alten Vereinssatzung hat dann keine Funktion mehr in Hinblick auf die AG.

Ist nur dann richtig wenn der alte Verein sich auflöst und eine neue Gruppe gegrĂŒndet wird, die sich vom aktuellen Verein unterscheidet. Alles andere wĂ€re eine SatzungsĂ€nderung und da gilt:

ZustĂ€ndig fĂŒr SatzungsĂ€nderungen ist grundsĂ€tzlich die Mitgliederversammlung. Diese fasst einen Beschluss ĂŒber die SatzungsĂ€nderung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen (§ 33 Absatz 1 Satz 1 BGB), sofern sich nichts Abweichendes aus der Satzung ergibt. Jede SatzungsĂ€nderung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Eintragung in das Vereinsregister (§ 71 Absatz 1 Satz 1 BGB). Ohne diese Eintragung ist die Änderung nicht wirksam. SatzungsĂ€nderungen sind alle Änderungen von Bestimmungen in der Satzung, beispielsweise die Änderung des Vereinszwecks, des Vereinsnamens oder die Sitzverlegung, aber auch Änderungen der in der Satzung getroffenen Bestimmungen zur inneren Ordnung des Vereins.

Quelle: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Leitfaden_Vereinsrecht.html (Bundesjustizministerium)

Wir werden das ja auf der Landesversammlung mit dem Antragssteller als einen Punkt von vielen besprechen können.

Herzlichst Gut Pfad
@d

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Nun, zum Wertekanon zĂ€hlt fĂŒr mich schon, das wir keine Person auf Lebenszeit in eine Amt setzen, das wir nicht uns eben nicht an die Wirtschaft anhĂ€ngen.
Dies sind fĂŒr mich schon sehr extreme Positionen fĂŒr eine Gruppe die bei uns Mitglied werden möchte.
Da sehe ich eine gewisse Unvereinbarkeit.
Wenn wir s eine Gruppe aufnehmen wollen, mĂŒsste hier eine sehr enge Begleitung durch Vorstand und LandesbĂŒro (BiRef). Das, sehe ich um ehrlich zu sein, nicht. Wir haben keine BiRef’s und wahrscheinlich bald auch keinen Vorstand

am Ende des Tages mĂŒssen das aber die Delegierten Entscheiden, da ich nur Sitz aber keine Stimme habe. Ich wĂŒrde nach den Aktuellen Informationen eine Aufnahme nicht zustimmen.

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Ich finde, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen „Wir erklĂ€ren Fahrtenkasse und diskutieren ĂŒber WirtschaftsplĂ€ne, weil wir eben wie jeder andere Verein auch von finanziellen Mitteln leben und darauf angewiesen sind“ und „Wir suchen ĂŒbrigens lokale Firmen, die uns sponsern und mit denen wir aktiv zusammenarbeiten und schreiben neben „Jugend“ und „Umwelt“ „Wirtschaft“ als Kernelement unserer pĂ€dagogischen Arbeit in unser Logo“ gibt.
Wenn man in einer kapitalistischen Welt lebt und darin Jugendarbeit macht, kommt man halt nicht daran vorbei, sich mit Geld zu beschÀftigen. Und da fallen dann deine Fragen

rein. Aber mehr „wirtschaftspĂ€dagogische“ AnsĂ€tze haben wir auch meiner Meinung nach nicht. Wir suchen nicht aktiv nach Sponsoren (vlt. mal um den eigenen AnhĂ€nger zu finanzieren, aber nicht um dann richtige Partnerschaften zu etaiblieren). Wir schreiben Wirtschaft nicht groß auf unsere Fahne, denn wir haben, wie ich finde, andere und viel schönere pĂ€dagogische Elemente, die uns ausmachen. „Jugend leitet Jugend“ zum Beispiel, oder dass wir auch mal als minderjĂ€hrige Gruppe auf Fahrt ins Ausland fahren. Wenn auf LVs WirtschaftsplĂ€ne stundenlang auseinandergenommen werden (was ja auch seine Richtigkeit meistens hat), dann merkt man auch, dass die jĂŒngeren Deligierten, bzw. die Zielgruppe, sich eher zurĂŒckhĂ€lt. Ist halt langweilig, denn wir beschĂ€ftigen uns inhaltlich eben mit anderen Themen.
Ich könnte das jetzt noch viel lĂ€nger durchkauen, warum ich eben den wirtschaftlichen Aspekt in der PĂ€dagogik der Pollution Police unpassend fĂŒr den BdP finde und warum unsere „Wirtschaftlichkeit“ eine andere ist, aber dann wird das hier zu lang

Gut Pfad
Schlaubi

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Der Antrag wurde auf die Landesversammlung 2021-I vertagt.