Wenn der Großteil so entscheidet, wie schon mal, heißt es nicht, dass es nichts mehr mit Pfadfinderei zu tun hat.
Der BDP schafft es ganz gut ohne Kluft und Halstuch und ist trotzdem ein Pfadi Verband.
Das Ergebnis zeigt, wie gespalten der BdP bei dem Thema ist…
ich fände es schön, wenn du uns nicht ständig mit dem BDP vergleichen würdest. Man kann auch Äpfel mit Birnen vergleichen, das bringt genauso wenig.
Wenn die ganze Zeit von Spaltung die Rede ist, ist das nicht so weit hergeholt.
Es ist klar, dass bei 92 dafür und eine Stimme dagegen keine Spaltung droht
Ich hoffe, du hast Verständnis dafür, dass ich hier nicht näher im Detail darauf eingehen kann, was für dich konkret die Lösung wäre, damit umzugehen. Ich kann mich nur philosophisch allgemein halten.
Was dich angeht: Das kommt immer auf höchstpersönliche Umstände an, die sich hier im Forum nicht erörtern und betrachten lassen. Und steht mir auch nicht zu, darüber eine Meinung zu bilden. Möchte ich auch nicht. Ist auch nicht der richtige Platz, oder?
Für den Fall, dass dir das wirklich passiert ist, nur so viel:
Das ist schrecklich. Jede Form von Gewalt ist schrecklich. Traurig so etwas lesen zu müssen. Das hast du nicht verdient. Bzw. habt ihr nicht verdient. Anhand dieser kurzen schriftliche Einblicke würde ich sagen, du bist ein toller Mensch. Eine Anzeige bei Polizei wäre vielleicht angeraten. Je nach Situation kannst du dir weitere Hilfe suchen, du bist nicht allein. Und das ist auch nix, was man mit sich selbst ausmachen muss/sollte. Ich bin aber sicher, das weißt du alles schon selbst und ich erzähl dir gar nix neues.
Viel Kraft für die Zukunft und bleib weiterhin so stark wie du auf mich den Eindruck machst! ![]()
Sehe ich anders. Wissen die Delegierten wie jeder einzelne Stamm, jedes einzelne Mitglied zu diesem Antrag steht? Nein ich denke nicht. Eine Spaltung geschieht nicht auf der Bundesversammlung sondern in den Landesverbänden und Stämmen. Ich will damit nicht direkt sagen, dass es eine Spaltung gibt, mein persönlicher Eindruck aus meinem pfadfinderischen Umfeld spricht aber schon davon, dass viele mit dem Antrag sehr wohl nicht einverstanden sind. Aber die Sorgen vor diesem Antrag waren und sind scheinbar da, sonst würden hier nicht nun 105 Kommentare stehen.
Es ist jetzt so wie es ist, der Antrag ist angenommen. Ich hoffe, dass wir uns nicht jede Bundesversammlung mit politischen Themen rumschlagen müssen und uns mit unseren Kernkompetenzen Fahrt, Lager und Abenteuer in Kluft und Halstuch befassen, denn das ist das was uns ausmacht, dafür bin ich Pfadfinder im BdP geworden!
GO auf Schließung der Rednerliste
Ich hoffe die Nachricht erreicht euch noch auf diesem Wege.
Mein innigster Dank geht an die eine Stimme, die dagegen gestimmt hat. Auf jeden Fall Respekt! Dazu gehört eine Menge Mut. Das ist ein Statement.
Ebenso an die eine Stimme, die wusste, dass sie es nicht weiß. Im Zweifel die weisere Entscheidung. War bestimmt auch nicht leicht.
Danke.
Herzlich gut Pfad
Mammen
Persönlich finde ich es nicht mutig bei einer geheimen Wahl eine stimme abzugeben…
Also klar wichtig, dass jede Person die eigene Stimme äußern kann, ohne sozialen Druck, aber mutig ist was anderes.
Weil ich es gerade mitbekommen habe: AfD stellt im Bundestag Antrag gegen "'LSBTIQ*'-Propaganda" - queer.de Die AfD zeigt immer wieder aufs neue, dass sie alles was gegen die Normen verstößt ablehnt
Hier für alle Interessierten eine gute Einordnung im pfa.de-Blog.
Gestern hat im Plenum eine sehr emotionale und aufschlussreiche Diskussion stattgefunden, anhand derer sich die Delegierten eine Meinung gebildet haben und diese mit ihrer Stimme zum Ausdruck gebracht haben.
Hier getroffene Aussagen, die Delegierten könnten ja gar nicht wissen, was in den einzelnen Stämmen und Landesverbänden an Meinungen existiert, finde ich mehr als fragwürdig, das würde jeden einzelnen Beschluss der Bundesversammlung hinfällig machen.
Für alle zur Erinnerung: Diese Menschen sitzen dort, weil sie für genau diese Aufgabe durch ihre Landesverbände und damit auch indirekt durch die Stammesmitglieder für diese Aufgabe legitimiert werden. Ihnen die Kompetenz, im Sinne dieser Personen zu entscheiden, abzusprechen finde ich problematisch.
Da auch das hier sehr massiv diskutiert wird: In der verlinkten Einordnung wird ebenfalls erörtert, inwiefern unser Verband politisch ist - oder eben auch nicht.
Da ich bei der Menge an Beiträgen ein wenig den Überblick über die Updates (danke @umberto.albano !) verloren habe, hier nochmal der beschlossene Text.
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Vielleicht beruhigt es euch, zu hören, dass all die Argumente, die jetzt hier auftauchen, ebenfalls auf der BV diskutiert wurden und zwar lange, breit und respektvoll. Die demokratisch gewählten Delegierten, die alle Mitglieder unseres Jugendverbandes nach bestem Wissen und Gewissen vertreten, haben sich nach reichlicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen. Und das mit einer besonders deutlichen Mehrheit. Da kann man auch mal mitziehen und darauf vertrauen, dass das nicht nur aus dem Ärmel geschüttelt wurde ![]()
Ein wichtiger und richtiger Schritt, der bewusst „politisch“ getan wurde, in einem ansonsten unpolitischen Verband. Besonders die Berichte der LVs aus dem Osten haben uns allen mehr als deutlich gezeigt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, Haltung zu zeigen. Die Situation erinnert dermaßen an den Geschichtsunterricht, wo man sich auch gefragt hat, wie die NSDAP das damals „einfach so machen konnte“…
Finde ich schonmal beruhigender als alles, was vorher hier an Argumenten geschrieben wurde. Danke dafür. Vor 3 Tagen hätte mir das viel Zeit und Kopfzerbrechen erspart. Aber ja, kann man vielleicht auch nicht erwarten.
Müsste selbst noch mal in mich gehen, wie ich jetzt zum den Antrag stehen würde, aber auch der Blogbeitrag beinhaltet neue Sichtweisen, die ich zumindest mal als gewichtig betrachten würde.
Wie bereits gesagt, ich schätze das Gremium grundsätzlich sehr. Der Kontext scheint ein anderer zu sein, als erst vermutet. Ich bin froh zu hören, dass der BdP sich nicht so politisch darstellt wie es hier durch Einzelposts und in diversen anderen Publikationen den Anschein gemacht hat.
Danke für die Klarstellung.
Nun… dafür bitte ich den Kontext der Diskussion zu beachten. Ich spreche dem Gremium die Kompetenz nur für das ab, wie es erst rübergekommen ist. Nämlich einen Paradigmenwechsel, der sich durch den ganzen Bund gezogen hätte.
So wie sich das hier jetzt darstellt, klingt das alles ganz anders. Ich verstehe es jetzt als absolute Ausnahmesituation. Ich selbst hätte mich glaub ich weiter schwer mit dieser Entscheidung getan, weil es nach wie vor einen Präzedenzfall darstellt, der nicht leichtgewichtig ist. Auch kann ich den effektiven Nutzen nicht erkennen. Aber das ist zugegeben nicht mein Job und passt vielleicht nicht ganz in dieses Forum (kann man ja dann sagen und uns allen Zeit ersparen). Mich freut es jedenfalls sehr zu hören, dass die Argumente ernst(er) genommen wurden als hier in diesem Forum. Und vorgetragen wurden und diskutiert wurden. Und dass auch diejenigen, die dafür gestimmt haben, sich nicht leicht damit getan haben. Das schafft Vertrauen.
Ich war nicht dabei, insofern danke für diese Klarstellung.
Grundsätzlich rege ich an, dass man vielleicht mehr auf seine politische Außendarstellung und sein Selbstverständnis achtet. Beides zusammen hat bei mir einfach ein super schlechtes Bauchgefühl bewirkt und Zweifel geweckt, die -so scheint es jetzt- unnötig waren. Hier scheinen die Interessen von Einzelpersonen doch stark auseinander zu gehen wie politisch sich der Bund verstehen will. Ein generelles Statement intern zwecks Klarstellung würde mich freuen.
Könnt ihr euch ja überlegen.
Danke und HgP
Mammen
Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung in der folgenden Form beschlossen:
„Wir, als BdP, sprechen uns aus aktuellem Anlass erneut gegen antidemokratische rechte Kräfte und für eine vielfältige Gesellschaft aus. Wir leben in einer bunten Gesellschaft, die von Vielfalt und Menschen unterschiedlicher Herkunft samt ihrer Kulturen geprägt ist. Wir sind ein Teil dieser bunten Gesellschaft und setzen uns aktiv für diese ein. Mit Sorgen blicken wir auf die aktuellen Entwicklungen der AfD und anderer rechter Gruppen. Es findet eine fortlaufende Normalisierung rechtsradikaler Denkmuster und Sprache statt. Auch so wird versucht, den Rechtsstaat und unsere demokratische Grundordnung zu untergraben. Die AfD ist eine Partei, die Ausländer*innenfeindlichkeit, Sexismus, Fremdenhass, Rassismus, Nationalismus, Ableismus und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und Personen, die nicht in ihr Weltbild passen, verbreitet. Als Teil einer bunten Gesellschaft unterstützen wir die Demonstrationen gegen antidemokratische rechte Kräfte und sind jeder Person dankbar, welche sich für Demokratie stark macht, auch in Kluft und Halstuch. Wir bestärken unsere Positionierung „Demokratie erhalten“ von 2016. Der BdP ist offen für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung, Religion oder Gender. Diskriminierung und demokratiegefährdende Einstellungen, wie sie die AfD und andere rechte antidemokratische Kräfte und Organisationen vertreten, haben dagegen bei uns keinen Platz. Die Bundesleitung wird beauftragt, unsere Position nach Außen hin zu vertreten und die LV und Stämme bei jugendpolitischer Bildung für Demokratie zu unterstützen.“