Namensänderung (Satzungsänderung)

Ja, da hast du völlig recht. Der Kontext war natürlich etwas verkürzt dargestellt. Ich denke, die Texte im Forum sind auch schon lang genug, um alle relevanten Aspekte zu berücksichtigen. Wenn dir der Punkt wichtig ist, können die Leser gerne auch deine Sichtweise dazu mit aufnehmen.

Ich kenne Rohland nicht persönlich und kann nicht einschätzen, wie „ernst“ er es mit seiner Aussage meint. Mir ging es in dem Moment aber nur um SEINEN Kommentar und darum, ihm zu sagen, dass er bitte auch andersartige Meinungen in dem hiesigen Kontext grundsätzlich akzeptieren sollte.
Andererseits könnte man deinen Kommentar so verstehen, dass du Rohland zustimmst, also der Meinung bist, dass die „Meinung älterer Pfadfinder“ vielleicht nicht gehört werden sollte – weil sie ja in das Toleranz-Paradoxon fallen könnte.

Deshalb auch danke für die Klarstellung, dass du das (so habe ich dich verstanden) im Ernstfall nicht für in Ordnung hältst.

1 „Gefällt mir“

Auf viele der hier geschriebenen Kommentare werde ich nicht eingehen. Der Aussage, die Bundesversammlung vertrete nicht die Meinung der Mehrheit trete ich entschieden entgegen! Wir reden von dem höchsten beschlussfassenden Organ unseres Verbandes, das von unten nach oben ohne Delegierte entsendet. Es kann sein, dass die Entscheidung am Ende nicht der Meinung aller entspricht – das macht sie jedoch nicht undemokratisch. Ebenso wundere ich mich warum solche Redebeiträge nicht bei Anträgen zum Thema Strom oder Anreiseregelungen zum BuLa aufgemacht wird.
Ich setze mich als antragstellende Person gerne mit einer inhaltlichen Kritik am Prozess auseinander (hierzu gleich mehr), ich setze mich aber nicht weiter mit dem Vorwurf auseinander, dass es nicht „[…] demokratisch ablaufen würde.“ . Entsprechende Kommentare sind aus meiner Perspektive nicht sachdienlich und gehen an dem Ziel des Antrags vorbei. Sie verfehlen meinen Wunsch einer konstruktiven, inhaltlichen Debatte.

7 „Gefällt mir“

Ich habe mich für diesen Antrag in eine Arbeitsgruppe eingebracht, weil ich unseren Namen ändern möchte um sichtbarer zu machen, wofür wir als BdP stehen.
Wir haben 2020 das Selbstverständnis verabschiedet, in dem wir uns selbst diese Willkommenskultur zugeschrieben haben, die wir schon lange leben. 2024 wurde bspw. ein thematisch ähnlicher Antrag auf der BV gestellt und mit einer deutlichen Mehrheit angenommen. Hier ging es um das Gendern von Pfadfindertypischen Begriffen.
Auf den Landesversammlungen von Nds und BBB wurden in diesem Jahr Stimmungsanträge zu der Umbenennung gestellt. In Nds ist der Antrag mit 96 % aller Stimmen (inkl. Enthaltungen), in BBB mit 88 %, jeweils deutliche Mehrheiten.
Ich habe aus den Gesprächen, die ich mit unterschiedlichen Menschen zu dem Thema geführt habe, wenig bis keine inhaltliche Ablehnung erfahren. Ich glaube auch, dass die inhaltlichen Argumente zum Thema Gendern schon viel ausgetauscht wurden. Wer sich mit der inhaltlichen Frage über den Sinn und Zweck austauschen möchte – hit me up, können wir dann auch gerne in einem anderen Rahmen machen.
Und damit komme ich zu meinen eigentlichen Anliegen, das schon thematisiert ist, aber immer wieder an den Rand Gerät. Wie können Stämme in der Umsetzung dieses Beschlusses unterstützt werden?
Bereits oben habe ich geschrieben, dass ich in die Arbeitsgruppe die Frage einer Checkliste mitnehme.
Bzgl. der angesprochenen Probleme mit den Eintragungen vor Ort. Sowohl DPSG und VCP haben ihre Umbenennung bereits verabschiedet. Für die beiden größten Verbände mit etlichen Ortsgruppen war/ist das machbar. Ich bin optimistisch, dass wir das genauso auch auf der formellen Ebene schaffen.
Zunächst noch einmal: Erstmal keine Panik, es muss nicht alles eine Woche später geändert sein. Ich glaube, dass es Einzelfälle sind, wo die Stämme Probleme vor Ort mit der Umbenennung bekommen könnten. Diesen Stämmen empfehle ich sich an die Landesbüros oder das Bundesamt zu wenden – ich bin optimistisch, dass es dann Unterstützung geben wird!
Wenn die Umbenennung auf der BV beschlossen ist, sind die Stämme und Landesverbände im Rahmen der nächsten VVs dazu angehalten die Satzungskonflikte aufzulösen und sich umzubenennen.
Wenn ihr gerade neue Flyer gedruckt habt – nutzt sie bis zum Ende, verteilt sie. Wenn ihr neue Flyer druckt, nehmt den angepassten Namen.
Ich glaube, dass es in der Praxis einfacher ist, als es hier diskutiert wird.
Worüber ich mich sehr freue, sind Fragen an welchen Stellen die Stämme in der Umsetzung Unterstützung bräuchten.

6 „Gefällt mir“

Mein Vorschlag: Winkt das Ding bei der BV einfach durch und beschäftigt euch wieder mit den wirklich wichtigen Problemen. Als da wären:

  • etliche Stämme knapsen mit den Mitgliederzahlen am Existenzminimum, auch vermeintlich „große“ Stämme bestehen oft zu einem großen Teil aus Älteren/ Ehemaligen /Karteileichen. Die eigentliche Gruppenarbeit findet nur bei einer kleinen Mitgliedermenge statt.
  • überall fehlen Gruppenleitungen, die die wirkliche Arbeit vor Ort machen. Menschen, die jede Woche da stehen und für Kinder Programm machen, ihnen Pfadfinderei mit allen Sinnen vermitteln und sie dadurch im Sinne unserer pfadfinderischen Grundwerte „erziehen“
  • immer wieder fallen Kurse oder Landesaktionen aus → dadurch fehlen die entsprechenden Schulungen für Gruppenleitungen. Wie soll sich dann jemand zutrauen eine Meute/Sippe… zu führen, wenn er das notwendige Handwerkszeug dazu nicht bekommt.

    Mal ganz ehrlich:
  • den Kindern ist es völlig wurscht, wie unser Bund heißt. Fragt mal in eurer Meute nach, welches Kind wirklich weiß, dass es im BdP ist
  • die selben Erfahrungen habe ich übrigens auch bei Eltern gemacht. Den meisten ist es wichtig, dass Klein-Erna mittwochs zuverlässig von 16 - 18 Uhr betreut ist. Wenn Klein-Erna glücklich und zufrieden nach Hause kommt, ist alles gut. Wie der Bund heißt??
  • all die lgbtq… fühlen sich im BdP nicht deswegen wohl, weil an irgendeiner Stelle ein Gendersternchen steht oder nicht, sondern sie fühlen sich dann wohl, wenn sie als ganz normale Menschen wahrgenommen und behandelt werden (ich hoffe, liebe lgbtq… ich liege da als uralte hetero-cis-Frau nicht ganz falsch)
  • und was mir hier in der Region, in der ich lebe besonders Angst macht: hier machen sich grad Organisationen breit, die nach außen wie Pfadfinder aussehen, die mit den Kindern im Wald spielen/ Feuer machen/ Zeltlager veranstalten… und dabei aber eine ganz andere Intension verfolgen. Und den Eltern ist es scheißegal! Hauptsache Klein-Erna ist mittwochs zuverlässig betreut und kommt glücklich und zufrieden nach Hause.
    Also: winkt dieses dämliche Gendersternchen durch und beschäftigt euch endlich wieder mit den wirklich wichtigen Dingen in der Pfadfinderei.
11 „Gefällt mir“

Hallo zusammen,
Ich glaube, es sind vor allem 2 Dinge, die hier (und in vergleichbaren Diskussionen) immer wieder für Unmut sorgen… Unmut, der in meinen Augen vermeidbar ist.

Zum Einen stört es viele, dass stellenweise auch sehr wichtige Entscheidungen wenig transparent und eher plötzlich von der Bundesversammlung beschlossen werden sollen. Mal aus der Perspektive: Wer im Alltagsgeschäft steckt, verfolgt häufig nicht die Diskussionen hier, da es ja meist auch eher um „unwichtige“ Dinge geht. Strom auf dem BuLa mag z.B. eine wichtige Diskussion sein, aber im Endeffekt interessiert es die Sippenführungen nicht, weil ja AUF dem Bula immer alles super funktioniert. Plötzlich tauchen allerdings viele Entscheidungen auf, die auch viel Einfluss auf das Alltagsgeschäft haben. Die Gruppen - und Stammesführungen werden unter Druck gesetzt, sich zu positionieren oder ihre Arbeit fortan anders zu machen. Es ist dabei gar nicht wichtig, ob sie die Änderung gut oder schlecht finden. Fakt ist, dass sie niemand (direkt) gefragt hat. Die meisten haben dann wohl weder Zeit noch Lust, in die als bereits entschieden wahrgenommene Debatte mit einzusteigen. Gerade nicht in eine solche Debatte, bei der man sich mega schnell die Zunge verbrennen kann, wenn man nicht aufpasst (siehe 2.). Dann heißt es: Die da oben… statt Hilfen beim Alltagsgeschäft darzubieten (z.B. durch Programm oder Infos zu Rechtlichem, 1. Hilfe & Co. (Was eben so im Alltagsgeschäft ansteht und wo sich kaum jemand auf höherer Ebene direkt drum kümmert)), gibt es nur Vorgaben, wie ich meine Arbeit zu machen habe… von genau denen, die (vermeidlich) schon lange keine Stammesarbeit mehr geleistet haben. Frustrierend…
Noch frustrierender: Man weiß doch, dass es anderen auch so geht. Schließlich weiß man, dass niemand wirklich vorher explizit gefragt wurde. Man erfährt nachträglich von irgendwelchen Artikeln auf Seite 13 der Pfade, in denen Partizipation angeboten wurde, oder von Links in der Bundesmail, die eh nur die StaFü liest… dann heißt es: Warum ist ein so wichtiges Thema nicht Gegenstand einer Rundmail an die Stämme oder eines Pflichtblocks auf LDV & Co. Die Delegierten tun einem Leid, weil die schließlich auch nicht wissen können, wie die Stimmung in ihrem Landesverband genau ist; Woher auch? Es gab ja wegen dem kurzfristigen Beschluss keine gute Möglichkeit, ein Stimmungsbild einzunehmen.
Ich verlasse diese Perspektive. Eine Forderung nach mehr Partizipation der Einzelnen erfordert nicht gleich eine Volksabstimmung unter allen Beteiligten. Ich glaube, wenn man in einer Mail von allen Stammesführungen ein anonymes Stimmungsbild der Stämme eingenommen hätte, dann würde hier kaum jemand fehlende Demokratie ankreiden, vorausgesetzt die Mail würde die Argumente Pro & Contra enthalten. Man kann dann die Ergebnisse veröffentlichen. Dann kommt raus, dass die meisten dafür sind und entsprechend wird dann in der BV auch (oh Wunder…) abgestimmt. Wer sich in eine Entscheidung involviert fühlt, trägt auch die Konsequenzen mit mehr Herzblut mit.

Punkt 2: Hier geht es nun um die Namensänderung konkret. Das ganze Thema ist mega sensibel, inzwischen politisch und ausgelutscht. Dazu beziehe ich mich auf Punkt 3 der Nachricht, auf die ich antworte. Auf mich macht es den Eindruck, als werde suggeriert, dass diejenigen, die sich gegen eine Namensänderung (oder allgemeiner) aussprechen, intolerant sind. Dabei bin ich mir gar nicht sicher, ob diejenigen, die anderen Intoleranz unterstellen, wirklich so denken oder ob das nur ein rhetorischer bzw. politischer Zaubertrick ist. Schließlich finden sich genügend Argumente gegen die Namensänderung, die überhaupt garnix mit Intoleranz zu tun haben. Ich denke auch, dass diejenigen, die hier geschrieben haben, diese praktischen Motivationen haben und keine Ideologischen. Deshalb ist die Debatte als solche schon schwierig, weil sich vermutlich einige zurückhalten in der Angst, sonst in eine Ecke geschoben zu werden, in die sie gar nicht gehören wollen („nur“, weil sie nicht immer „der/die“ sagen und schreiben wollen). Nun versetze man sich wieder in die Perspektive eines Mitglieds der BV - Delegation:
Wenig Infos aus den Stämmen → Rückhalt ungewiss, sollte man gegen die Namensänderung sprechen;
Entscheidung scheint sowieso schon getroffen zu sein → Warum Risiko persönlicher Diffamierung eingehen?
Nicht die Bilderbuchdefinition einer ergebnisoffenen und freien Diskussion … Das wissen auch diejenigen Gruppenführungen aus Teil 1. Wieder einmal fühlen sie sich nicht gehört, da niemand sie vertreten kann, ohne sich selbst in „Gefahr“ zu bringen.
Wie wir hier zumindest für etwas mehr Transparenz und Zustimmung sorgen könnten, wäre m.E. nach eine geheime Abstimmung auf der BV. Ich denke auch übrigens nicht, dass die Anzweiflung der Demokratie im Delegationssystem aus LDV und BV ein großes Problem für Leute darstellt. Es ist eher der konkrete Fall, bei dem Vieles (s.O.) den demokratischen Gedanken dämpft. Es gibt auch einen Unterschied zwischen einem Beschluss, der die Meinung der Mehrheit widerspiegelt und einem Beschluss, der die Meinungsverteilung transparent macht. Es wird vermutet, dass dieses Mal wohl eher Ersteres herauskommen wird.

Ich denke, dass die Namensänderung angenommen wird, wenn ihr ja schon sagt, dass davon auszugehen ist, weil einige LVs schon ein Stimmungsbild eingenommen haben (aber eben nicht alle). Ziel sollte dann doch von allen sein, möglichst viele mit zu nehmen, damit später auch alle gern diesen Namen tragen und gern ihre Pfadis Pfadfinder*innen nennen. Denn nur dann haben wir doch unser Ziel erreicht, GEMEINSCHAFTLICH für unsere WERTE zu stehen.
HGP!
Jannik

9 „Gefällt mir“

Danke für deine Einblicke. Das schätze ich sehr.
Ich find es gut, dass ihr Stimmungsbilder eingeholt habt. Aber warum nicht in allen LVs? Und haben mittlerweile alle Stämme eine Info bekommen? In manchen Stämmen kam die Info nach der LV und nicht mal das. In das Forum hier gucken doch nur die wenigsten. Stand jetzt wissen vermutlich manche immer noch nicht, was geplant ist.

Das Demokratie-Argument scheint allgemein hier einen wunden Punkt zu treffen. Ich frage mich, woran das liegt? Es ist doch nichts schlechtes bei einem zentralen Thema stärker an der Basis abzufragen. Damit wird ja nicht das Delegiertensystem als Ganzes infrage gestellt oder soll abgeschafft werden. Nur bei grundsätzlichen Themen, die jeden betreffen und strategisch richtungsweisend sind. Es geht um unseren Namen. Machen andere Demokratien auch so. Die Idee über Stimmungsbilder ist doch kein schlechter Anlauf.

Konstruktiver Gegenvorschlag, wenn schon der Name geändert werden muss (was ich auch nicht zwingend denke, wenn ich mich so umhöre. Aber manchen scheint das ja jetzt eeecht wichtig zu sein und ich kann die Argumente zumindest nachvollziehen):
„Bund der Pfadfinderei“ würde zum Beispiel aus meiner Sicht einen besseren Kompromiss darstellen. Noch kürzer und ohne Sonderzeichen ginge es in allen Verwaltungen durch. Es wäre auch zeitloser. Wenn in 2 Jahren das Gendersternchen komplett verpönt ist, weil [beliebige Begründung bitte hier einfügen, zum Beispiel weil ein „:“ doch viel cooler ist] , gehen wir von vornherein ganz aus der Thematik „Geschlechter“ raus und bahnen uns einen zeitloseren, weniger polarisierenden Weg. Mit „Bund des Pfadfindens“ war die Idee ja im Raum. So sollte man eigentlich auch bei den Stimmungsbildern nachfragen. Welche anderen Optionen es überhaupt gibt, sag ich mal und welche Vor- und Nachteile das impliziert. (Nebeninfo: Ich weiß nicht, wie das vor Ort durchgeführt wurde).

So oder so, würde ich es begrüßen, wenn die Info über die Namensänderung in die Stämme käme, damit die Delegierten noch Stimmungsbilder einholen können. Ich wüsste jetzt nicht als Delegierter wie ich abstimmen sollte. Siehe Kommentar von @Jannik . Man kann es ja jetzt nur falsch machen.

Folgendes bezieht sich nicht mehr auf LukasSchmuck, ich will nur keinen neuen extra Kommentar dafür öffnen:
Ansonsten bin ich ganz allgemein bei @Loefre. Auch wenn ich persönlich nicht denke, dass der Name sooo egal ist, aber hast schon einen Punkt, dass viele ihn sicher gar nicht kennen. Es sollten Themen abgearbeitet werden, die die Basis weiterbringen, statt nur wie @Jannik richtig schreibt, zusätzlichen Aufwand im Tagesgeschäft zu produzieren.

8 „Gefällt mir“

Da sich ja auch viele von der Namensänderung „von oben“ gestört fühlen, gibt es ja auch die Möglichkeit das Thema zu vertagen, da es ja nicht wirklich zeitkritisch ist, so dass auf den nächsten LVs entsprechende Stimmungsbilder eingeholt werden können.

Ich möchte das System aus Delegierten auch nicht in Frage stellen. Da allerdings bei den Wahlen der Delegierten selten die Themen der BV schon bekannt sind, kann ich meine Wahl der Delegierten dementsprechend auch nicht von deren Meinungen zu diesen Themen abhängig machen.

5 „Gefällt mir“

GO auf Schließung der Redner*innenliste. Hier wird absolut am Thema vorbei geschrieben und keine normale BV delegierte Person liest sich das hier alles durch.

2 „Gefällt mir“

Update:
Wir haben an zwei Stellen ein innen zu viel eingefügt. Dies kann hier nicht mehr geändert werden. Wir stellen auf der Bundesversammlung entsprechende Änderungsanträge, die wir als Antragstellende direkt annehmen werden - so ist für die Delegierten die Veränderung direkt nachvollziehbar.

3 „Gefällt mir“

Gegen diesen Vorschlag muss ich mich mit vehemenz wenden.

Ja es geht hier nicht ausschließlich um die Namensänderung. Es geht um den Umgang miteinander. Zwei der Antragstellenden sind Mitglieder*innen im Landesvorstand bzw. Landesbeauftragte meines Heimatlandesverbandes. Auf der Landesversammlung die am 22. März 2025 stattfand, wurde kein Wort darüber verloren, dass beabsichtigt ist, einen solchen Antrag zu stellen.

Wo bitte ist hier das vielgepriesene Miteinander?

Wenn wir wirklich wollen, dass die Namensänderung im Verein - ich scheue mich im Moment Bund zu schreiben - akzeptiert wird, muss man - wie bereits mehrfach geschrieben - eine breite Diskussion führen und für die Idee werben; alles andere ist eine Order Mufti Entscheidung wenn auch nach unseren Statuten möglich.

Ja ich weiß, Demokratie leben ist manchmal sehr anstrengend, aber im Ergebnis lohnt es sich dafür zu kämpfen.

HgP
Harald

8 „Gefällt mir“

„[quote=„Rohland, post:15, topic:1309“]
Jugendbewegung ohne Jugend und ohne Bewegung
[/quote]“

Als ich vor ca. 10 Jahren wieder Stammesaufbauarbeit begonnen habe: Start mit 3 Kindern, heute knapp 60 Personen im Stamm. Dabei ein Heim gebaut.Aktuell ca 1/3 Wös, 1/3 Pfadis, 1/6 R/R und 1/6 >27. bei den 60 sind eine Doppelmitgliedschaft und 8 Fördermitgliedschaften dabei. Also denke genug Jugend in unserer Bewegung mit genug Bewegung. Wachsen ging nur über die Meute, die wird von Drei ü27 gemacht und 1 Pfadi und 1 R/R mitbetreut.

Mein Problem ist, dass ich die Kids nicht ausgebildet bekomme, weil zB. Kurse ausfallen oder eines unserer Inklusionskinder ohne Wissen der Stammesleitung und der Eltern einfach in einen anderen Kurs geschoben wurde und das schiefgelaufen ist.

Ich lehne den Antrag vom Grundsatz nicht ab. Sehe die Kommunikationsprobleme.

1 „Gefällt mir“

@ Timon

auf der einen Seite kann man das in der Gebührenordnungen nachlesen, auf der andern Seite geht es um das kostbare Gut der Zeit, die man realistisch auch mit einrechnen müsste. Wir sind uns alle einig, dass die Stundensätze unterschiedlich und wir ja eben Ehrenamtlich tätig sein wollen. Für mich als Selbständiger Arzt ist Zeit etwas sehr Wertvolles.

Außerdem würde ich jedem Stamm empfehlen zumindest einen unselbständigen Verein zu Gründen. Anderes Thema hat hier nichts zu suchen.

1 „Gefällt mir“

@ Rebecca: Ja grundsätzlich von der Struktur unseres Bundes wäre die BV genau das richtige Gremium als höchstes Beschlussorgan.

ABER

Für BaWü: Ich habe nicht den Eindruck, dass im LV alle wissen, was an der Basis wirklich los ist und den perspektivischen Weitblick haben. Weil eben im Vorfeld schon auf anderen Wegen sich Positioniert wird. Mir wäre es zb. Nicht bekannt, dass wir in den letzten Jahren auf der Landesversammlung oder auf anderem Wege ein Stimmungsbild zu Fragen, die auf der BV verhandelt werden, abgefragt oder diskutiert hätten. Ich lasse mich da gerne aus den Protokollen eines anderen belehren. Selbst bei strittigem Thema - mir fällt da nur ein Thema ein wo ich das Fass nicht aufmachen möchte – bei dem es immer Plus minus ein Pari gab, hat die BV-Delegation geschlossen für eine Seite abgestimmt. Und wenn ich dann einen Delegierten angesprochen habe im Vorfeld hat meine Meinung NICHT interessiert.

Die Kosten und der Aufwand einer Bundesabstimmung zu dem Thema wäre mE überschaubar. Info über die Pfade. Wo kann ich mich zu Abstimmung registrieren. Software haben wir analog der LV wie jetzt auch bei unserer ao LVV in BaWü.

@ Löfre: Hast recht gibt wichtigeres im Bund an Problemen zu lösen. Scheint aber keinen zu interessieren.

5 „Gefällt mir“

Was hat das mit dem Thema zu tun?

Ja, wir haben auch andere Probleme, aber das ist mE kein Argument nicht zu gendern.

6 „Gefällt mir“

Ich weiß, dass viele Delegierte solche Beiträge wie meinen hier nicht gern hören. Manche lesen sowas auch gar nicht erst – oder nur, um es innerlich schon abzuwehren. Aber genau das zeigt doch, wo unser Problem liegt: Dass kritische Stimmen von der Basis immer weniger durchdringen. Nicht, weil sie nicht da wären, sondern weil sie kaum noch eine Chance haben, gehört zu werden. Das ist keine persönliche Anklage – aber ein strukturelles Problem. Und wenn wir das nicht ernst nehmen, verlieren wir die Verbindung zueinander.

4 „Gefällt mir“

Ich möchte versuchen, meine Perspektive anhand eines pfadfinderischen Bildes zu erklären – weil ich hoffe, dass es hilft, zu verstehen, worum es mir eigentlich geht.

Bevor ich loslege, noch ein Gedanke zum Forum: Es ist als Ort zum Mitreden gedacht. Aber Mitreden bringt wenig, wenn daraus keine Diskussion entsteht – und erst recht nichts, wenn keine Verarbeitung folgt. Wenn Beiträge einfach versanden, statt ernsthaft aufgenommen zu werden, dann wird Partizipation zur Fassade. Das ist nicht nur frustrierend, sondern trägt dazu bei, dass immer weniger Menschen sich einbringen.

Stell dir vor, du bist auf Großfahrt. Die Route wurde grob gemeinsam geplant – aber unterwegs beginnt ein kleiner Kreis um die Stammesführung, neue Wege zu bestimmen. Sie sind sich einig, ziehen an einem Strang, sind schnell und effizient und entscheiden jetzt mehr Wert auf Kultur und Museen sowie Städtebesuche zu legen. Das Problem: Sie fragen nicht mehr, ob alle anderen noch mitkommen. Ob jemand andere Ziele hat oder andere Schwerpunkte setzen möchte. Oder ob jemand auf dem Weg stolpert.

Und ich weiß, wie es oft läuft: Viele von euch denken jetzt vielleicht, dass ich übertreibe. Dass das alles nicht so schlimm ist, dass es noch keine echte Gefahr gibt. Aber genau das zeigt, warum diese Situation so problematisch ist. In der Großfahrt-Analogie wird der Abstand zwischen denen, die die Route bestimmen, und denen, die sich weiterhin auf die gemeinsame Fahrt verlassen, immer größer. Und das passiert nicht, weil es ein Ausnahmefall ist, sondern weil wir es übersehen, wenn wir nicht mehr darauf achten.

Das Entscheidende ist: Sie meinen es nicht böse. Sie sind einfach so sehr in ihrer gemeinsamen Logik unterwegs, dass ihnen gar nicht auffällt, wie sich die Gruppe immer weiter auseinanderzieht. Kritik wird schnell als Bremsklotz empfunden – als Störung. Und statt zu fragen, warum jemand Bedenken hat, wird das einfach ignoriert. Man nennt das Diskursmüdigkeit – ich nenne es eine verpasste Chance.

Natürlich fühlt sich das für die Basis nicht gut an. Sie erleben, wie Entscheidungen getroffen werden, die ihren Alltag verändern, ohne dass sie wirklich Teil des Prozesses sind. Wenn sie dann nachfragen oder Kritik äußern, bekommen sie keine echte Auseinandersetzung, sondern Rechtfertigung oder Schweigen. Nicht, weil alle böswillig sind, sondern weil sich der Blick von oben nach unten verändert hat. Man sucht keine kritischen Stimmen mehr – sie stören nur den Fortschritt.

Dabei könnte genau das die Stärke unseres Verbands sein: die Fähigkeit, verschiedene Perspektiven zuzulassen, Vielfalt auszuhalten und Prozesse so zu gestalten, dass sich alle einbezogen fühlen. Auch, wenn sie nicht in einem Gremium sitzen. Gerade dann.

Was ich mir wünsche, ist ein Umdenken. Kein radikaler Kurswechsel, sondern ein Perspektivwechsel. Dass Delegierte sich wieder als Brücke sehen – nicht als Spitze einer Bewegung, sondern als Bindeglied zwischen Basis und Verband. Und genauso die Landesverbände sich als Bindeglied zwischen der Basis und dem Bund verstehen. Dass Verantwortung auf Landes- und Bundesebene nicht nur als Steuerung, sondern als Dienst an der Vielfalt unserer Mitglieder verstanden wird.

Denn nur dann können wir als Bewegung glaubwürdig bleiben und die Menschen mitnehmen, die sich gerade fragen, ob sie diese Route noch mitgehen wollen. Ich bin sicher, dass hier aus jedem Landesverband mindestens eine Person mitliest. Das dürfte doch reichen, um die Botschaft weiterzutragen.

8 „Gefällt mir“

Ich glaube mehr Menschen als du denkst lesen hier mit. Nur in eine sehr unstrukturierte Diskussion einzusteigen ist halt für viele nicht besonders attraktiv.

Um in dieser Analogie zu bleiben, wir ändern nicht die Fahrtenziele bzw. unsere Werte und Zielsezungen als Verband, sondern gendern den Namen der Gruppe. Diejenigen die damit ein Problem haben können auch weiterhin Pfadfinderinnen und Pfadfinder sagen. Nur weil die Fahrten-WhatsApp-Gruppe so heißt, wird niemand gezwungen den Namen auszusprechen.

Nur weil etwas nicht basisdemokratisch ist, bedeutet es nicht, dass etwas undemokratisch ist.

6 „Gefällt mir“

Du würdest, um in der Analogie zu bleiben, den Fahrtenteilnehmern erwidern: „Das bildet ihr euch nur ein.“?

3 „Gefällt mir“

Ich habe das Gefühl, du willst mich nicht verstehen.

Wenn nur der Name der Fahrtengruppe gegendert wird und ein Kind dadurch die Angst hat, dass diese Entscheidung auf die Route hat, würde ich versuchen die Ängste ernst zu nehmen und versuchen zu erklären, dass nur weil wir einen progressiven Namen haben nicht plötzlich in Museen gehen müssen.

Auf unseren Fall übertragen, ich sehe deine Angst, dass sich der Verband durch eine Namensänderung komplett ändert. Dadurch bleiben unsere Werte (Fahrtenziele) und pädagogische Arbeit unverändert. Ich persönlich halte die tatsächlichen Auswirkungen der Namensänderung für sehr überschaubar. Ich fände es schön wenn sich dadurch queere Menschen wilkommener fühlen würden.
Deine Sorgen sind berechtigt und du hast hier einen Raum diese zu teilen. Falls du weißt, wie ich oder andere dir helfen können besser mit der Entscheidung bei der BV zu leben, sag gerne Bescheid.
In Persona ist es einfacher die Ängste zu sehen und darauf einzugehen. Für mich wirkt es nach Angst vor Veränderung, wie auch bei dem AfD Antrag letztes Jahr und ja, Veränderung braucht seine Zeit. Aber es ist 2025 und es geht nur darum, dass der Name gegendert wird. Dadurch wirst du nicht gezwungen zu gendern.

3 „Gefällt mir“

Ich glaube, ich habe das alles schon mehrfach geschrieben und auf den Punkt gebracht.

In meinem Bild ging es nie um den Namen der WhatsApp-Gruppe oder die Angst vor Museen. Es ging auch nicht darum, ob eine Entscheidung klein oder groß ist – sondern darum, wie sich Beteiligung anfühlt. Wenn auf einer gemeinsamen Fahrt einige beginnen, die Route neu festzulegen, ohne die anderen einzubeziehen, entsteht nicht automatisch ein Konflikt über das Ziel – sondern ein Riss im Miteinander. Dann fühlen sich Menschen nicht mehr als Mitgestaltende, sondern als Mitreisende ohne Stimme.

Und genau das ist mein Punkt. Die Namensänderung mag auf den ersten Blick als kleine, symbolische Entscheidung erscheinen. Ein logischer Schritt als Folge früherer Anträge. Aber für viele ist sie eben nicht „nur“ ein neuer Name. Sie steht exemplarisch für eine ganze Reihe an Entwicklungen, in denen sich Teile der Basis nicht mehr wirklich einbezogen fühlen – auch wenn sie formal nicht ausgeschlossen sind. Und das Problem dabei ist nicht nur der Inhalt, sondern der Stil: Wie werden Entscheidungen vorbereitet? Wie wird mit Einwänden umgegangen? Und was passiert, wenn Menschen ihre Irritation äußern?

Ich beobachte, dass Sorgen häufig sehr schnell als „Angst vor Veränderung“ abgetan werden – oder als Missverständnisse. Damit wird aber nicht nur die Kritik entkräftet, sondern auch das Gefühl der Entfremdung selbst kleingeredet. Dabei geht es vielen – auch mir – nicht um Ablehnung von Veränderung an sich, sondern um die Frage: Wie gestalten wir Wandel so, dass er als gemeinschaftlich erlebt werden kann?

Denn nur weil etwas nicht basisdemokratisch entschieden wird, heißt das noch lange nicht, dass es undemokratisch ist – da stimme ich dir zu. Aber: Wenn Beteiligung faktisch nicht mehr als Mitgestaltung erlebt wird, sondern als formale Hülle, dann wird die demokratische Kultur ausgehöhlt – auch ohne Regelverstoß. Dann wird Partizipation zur Fassade. Und das ist eine Entwicklung, die weit über eine einzelne Entscheidung hinausgeht.

Ich weiß nicht, aus welcher Rolle oder Perspektive du hier sprichst – ob du Teil der Entscheidungsprozesse bist oder einfach mitdiskutierst. Aber ich wünsche mir, dass wir wieder mehr Räume schaffen, in denen solche Rückmeldungen nicht nur als Meinungsbeiträge gelten, sondern als Impulse, ernsthaft miteinander ins Gespräch zu kommen – auch dann, wenn sie unbequem sind.

Mir geht es nicht darum, den Fortschritt aufzuhalten. Sondern darum, dass wir nicht unterwegs verlieren, was uns als Verband mal stark gemacht hat: die Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten, Perspektiven zu hören und Veränderung gemeinsam zu tragen. Sonst wird Fortschritt schnell zum Rückschritt.

Ich hab das Gefühl, je mehr man „politisch korrekt“ werden will, desto mehr gehen grundlegende Basics des zwischenmenschlichen Miteinanders verloren.

Ich habe das Gefühl, du willst mich nicht verstehen.

Ich habe den Fokus bewusst auf die Perspektive der Basis gesetzt. Ich würde mich freuen, wenn du auf einzelne Kritkipunkte konkret eingehen würdest. Ich weiß nicht, ob du Antragsteller, LV-Leitung oder „nur“ AK-Mitglied bist, aber meine Kritik zu negieren oder klein zu reden, ist nicht der Weg.

Konkrete Fragen an dich und alle Verantwortlichen sind:

  • Warum sollte man nicht die Stämme informieren?

  • Findest du es ok, dass auf zwei LVs Stimmungsbilder eingeholt wurden und auf manchen LVs wurde das Thema nicht mal erwähnt?

  • Findest du es ok, dass der Antrag so spät erst auf Mitreden erschienen ist?

  • Kannst du nachvollziehen, dass Stämme gerne vorher wüssten, dass es um eine Namensabstimmung geht?

  • Kannst du nachvollziehen, dass Sonderzeichen für manche ein praktisches Problem in der Umsetzung sind, welches einfach durch bspw. den Namen „Bund der Pfadfinderei“ zu lösen wären?

  • Dass da mehr Leute vielleicht mitreden wollen und die Diskussion befruchten wollen?

  • Wie können wir die Impulse aus diesem Forum aufgreifen und eine echte, gemeinsam getragene Lösung finden?

Und viele mehr, die verschiedene Personen nun mehrfach gestellt haben. Auf die aber niemand eingeht.

Ganz übergeordnete Fragen:

  • Wo wollt ihr als Bund langfristig hin?

  • Werdet ihr die Belange der Stämme künftig besser fokussieren, wenn ja wie?

Gib mir darauf Antworten und wir rücken im Verständnis sicherlich näher zusammen.

1 „Gefällt mir“