Namensänderung (Satzungsänderung)

Hallo ann-katrin,

danke für deine Antwort. Ich hatte konkret gefragt, welchen Aspekt deiner Frage(n) du als unbeantwortet siehst – das greifst du leider nicht auf. Stattdessen klingt es so, als seien die geäußerten Sorgen im Kern unbegründet oder fehlgeleitet. Das empfinde ich als unzutreffend und schade – denn die Reibung, die der Antrag erzeugt hat, ist real und wurde hier mehrfach mit Substanz begründet.

Deshalb nochmal offen gefragt:
Was genau fehlt dir aus deiner Sicht noch in der Debatte?

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Ich sehe, dass Menschen hier Sorgen haben und diese Sorgen damit real sind. Ich habe gesagt, dass diese Sorgen da sein und ausgesprochen werden dürfen.
Mir war es ein Anliegen zu betonen, dass zwar die Sorgen real sind, aber die empfundene Bedrohungslage aus meiner Sicht nicht real ist.
(Als Vergleich: Eine Person macht einen Klettersteig und bekommt Höhenangst, obwohl sie mit einem Seil gesichert ist. Diese Angst darf da sein und es ist gut darüber zu reden. Aber es besteht keine wirkliche Gefahr, dass die Person abstürzt.)
In unserem Selbstverständnis steht, dass uns Vielfalt in den Gruppen wichtig ist und unsere Beziehungen vertrauensvoll und auf Augenhöhe stattfinden. Dieses Selbstverständnis leben wir. Deshalb bin ich sicher, dass die Haltung, nicht gendern zu wollen, genauso akzeptiert bleibt, auch wenn in schriftlichen Formaten des BdP - oder eben auch im Namen - gegendert wird.

Ich sehe es nicht an mir zu sagen, welche Punkte in Bezug auf den Antrag noch zu diskutieren sind bzw. ob es noch welche gibt.

Ich finde es spannend was der Antrag auslöst und frage mich, warum das so ist. Ich kann nochmal auf deine Zusammenfassung eingehen und warum ich meine Fragen dadurch nicht beantwortet sehe. Ich denke aber nicht, dass wir hier Antworten finden müssen. Ich wollte eigentlich dazu beitragen, dass die Diskussion wieder mehr zum Antrag selbst zurückkehrt.

Wie oben und in den anderen Kommentaren geschrieben, denke ich nicht, dass ein normativer Druck besteht - weder als Ursache für den Antrag, noch als eine Folge. Deshalb frage ich mich, warum es andere so empfinden.

Als konkreter Einwand wird genannt, der Antrag greife tief in Identität und Selbstverständnis der Stämme ein. Ich frage mich, warum das bei diesem Antrag so viel stärker empfunden wird als z.B. bei dem Antrag zur BV 2022, als wir uns ein neues Selbstverständnis gegeben haben. Dort kamen diese Diskussionen nicht auf, obwohl es eben genau um ein Selbstverständnis ging, das für alle Stämme gelten soll. Ich verstehe die Argumentation nicht, warum ein gendersensibler Name in Identität und Selbstverständnis eingreift, wenn das Gendersensibel-Sein an sich von allen hier als gemeinsamer Wunsch besteht.
Geht es mehr um einen emotionalen Wert, der mit dem Namen verbunden ist?

Ich finde es schwierig zu sagen, dass Stämme nicht einbezogen werden. Aber ich finde es legitim, wenn sich Menschen einen anderen Prozess gewünscht hätten.
Stämme konnten sich vielleicht nicht vor Veröffentlichung des Antrages dazu äußern, aber sie können es seit der Veröffentlichung. Und sie können es auf der Bundesversammlung, wenn sie über den Antrag entscheiden. Auf der Bundesversammlung können sie sich auch dafür entscheiden, dass sie einen anderen Prozess brauchen, um über die Namensänderung zu entscheiden.
Ich verstehe nicht, warum bei diesem Antrag bei manchen das Gefühl aufkommt, sie werden von den Delegierten nicht vertreten und repräsentiert. Ich frage mich, warum den Delegierten nicht zugetraut wird im Sinne der Stämme zu entscheiden.

Hier noch meine Gedanken zum letzten Absatz in ausführlich, wenn noch wer Lust hat.

Deshalb finde ich den Prozess okay:
Das Thema gendergerechte Sprache wird schon lange diskutiert - in Stämmen, Teams und Gremien und in den letzten Jahren auch auf Bundesversammlungen: Eine Person aus dem BdP stellt 2023 den Antrag, dass sich der Bundesvorstand mit dem Gendern von Satzung und Ordnung beschäftigen und dazu auf der nächsten BV Anträge stellen soll. Der Bundesvorstand setzt das um, es gibt den Antrag im Jahr 2024 und zusätzlich holt sich die Bundesleitung den Arbeitsauftrag ab, an gendersensiblen Stufenbezeichnungen zu arbeiten. Damit ist der Auftrag im BdP bekannt, es gibt auf verschiedenen Plattformen das Angebot zum Mitmachen und zur Beteiligung am Prozess. Zur BV 2025 kommt der entsprechende Antrag.
Ich finde es fügt sich in diese Vorgeschichte sehr ein, dass auch ein Antrag zur Namensänderung gestellt wird. Dieser Antrag stützt sich darauf, dass das Thema im BdP bereits vielfältig diskutiert und offenbar als relevant eingeschätzt wird. Dieser Antrag stützt sich auch darauf, dass auf verschiedenen Landesversammlungen entsprechende Anträge gestellt und wahrscheinlich auch Gespräche geführt wurden.
Der Antrag zur Namensänderung kam ohne bundesweite Vorankündigung oder Beteiligungsaufruf, weil der Antrag von Menschen aus dem BdP gestellt wurde - nicht von dazu beauftragten Menschen aus dem BdP.
Deshalb ist und war es hier nicht Aufgabe der Antragstellenden, die Stämme mitzunehmen (durch Vorankündigung und Beteiligungsaufruf). Aus meiner Sicht ist der Antrag ein Ergebnis davon, dass sich Menschen dachten „Ich habe eine Idee wie wir den BdP besser machen können, ich weiß wie ich diese Idee in den BdP einbringen kann und ich gehe das an!“. Und das ist doch toll. Demokratie lebt vom Mitmachen. Und da haben Menschen mitgemacht. Es wurde wahrgenommen, dass gendergerechte Sprache ein Thema ist, es wurde mit vielen Leuten und Stämmen darüber gesprochen, es wurde ein Antrag gestellt.
Ich finde legitim, wenn sich Menschen einen anderen Prozess gewünscht hätten.

Deshalb denke ich, dass Stämme auch bei diesem Prozess einbezogen werden:
Der Antrag ist jetzt seit Wochen bekannt und Stämme, Delegierte und Landesverbände haben Zeit sich damit zu beschäftigen, auszutauschen und eine Meinung zu bilden. Es liegt dabei zum Teil an Landes- und Bundesebene Informationen bereitzustellen und aktiv zu informieren, was auf Landes- und Bundesversammlungen passiert. (Beispiele dafür sind die Plattform Mitreden oder die Umfragen von manchen Landesverbänden die hier erwähnt wurden.) Zum Teil liegt es an den Stämmen, sich dafür zu interessieren und sich Informationen darüber zu holen. (Wenn es konkrete Vorschläge gibt, wie das Stämmen noch leichter gemacht werden kann, sind da denke ich alle Ebenen sehr offen für.)
Ein Ergebnis vom Beschäftigen mit dem Antrag kann sein, dass Menschen gegen eine Namensänderung sind. Diese Menschen sind entweder selbst delegiert oder können mit Delegierten sprechen. Diese Menschen können die eigene Meinung auf Mitreden sichtbar machen. Wie auch schon angeregt wurde, können sich diese Menschen auch zusammentun und z.B. selbst Anträge stellen.
Meine Erfahrung ist, dass sehr vielfältige Meinungen auf Bundesversammlungen vertreten sind und ausgesprochen werden. Es werden Argumente für und gegen die Namensänderung vorgebracht werden. Ein Ergebnis auf der Bundesversammlung kann sein, dass die Delegierten das Gefühl haben, eine Entscheidung treffen zu können und deshalb für bzw. gegen den Antrag stimmen. Ein Ergebnis auf der Bundesversammlung kann sein, dass sich die Delegierten nicht in der Lage sehen, eine Entscheidung zu treffen und besprechen, was es braucht, damit sie diese Entscheidung treffen können. Daraus könnte z.B. die Vergabe eines Arbeitsauftrages folgen, in dessen Rahmen ein Prozess angestoßen wird, so wie es bei den Stufenbezeichnungen der Fall war. In dem Prozess könnte dann mit Beteiligung der Stämme etwas erarbeitet werden.

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Hallo in die Runde nochmal,

Eigentlich wollte ich garnix mehr schreiben, aber ich glaube ich geb doch nochmal meinen Senf dazu.

Ich möchte auf mehrere Themen nochmal eingehen. Das erste bezieht sich auf dieses Zitat

Ich denke wir können alle wahrnehmen, dass in unserer Gesellschaft der Ton immer schärfer wird. Sowohl den Tonfall und die Anschuldigungen von politisch (stark) links orientierten Personen, als auch der Tonfall von konservativen Menschen in Richtung links orientierten Personen ist teilweise auf Social Media nicht mehr auszhalten. Es wird nurnoch die eigenen Meinung als die richtige angesehen. Natürlich sind längst nicht alle Menschen so, aber es ist aus meiner Sichtweise deutlich merkbar, dass der Ton sehr rau geworden ist. Mittlerweile, und vermutlich auch durch die politischen Themen die im BdP behandelt werden und wurden, ist dieser Ton aus meiner Sicht auch im BdP zuhören, was in mir Besorgnis und Frustration auslöst. Für mich war (und zu teilen ist) der BdP ein Raum der es ermöglicht von den Alltagsproblemen zu flüchten, raus in die Natur, raus bei gute Freunde zu kommen, wo jeder so wertgeschätzt wird wie er ist, politische Einstellungen haben nie eine Rolle gespielt, weil wir einfach alle gleich sind. In den letzten Jahren erlebe ich immer öfter dass Politik und dieser scharfe Ton mehr und mehr in die Diskussionen und Inhalte des BdPs sickert. Mal wird ein abfälliger Kommentar gegenüber CDU-Kommunalpolitiker gemacht nur weil er nach der Ansicht einer bestimmten Person in der falschen Partei ist, mal wird die CDU mit der AfD in den selben Topf geworfen, Anschuldigungen und abfällige Kommentare in Richtung Linke und Grüne sind auch oft zu hören. Auch wenn man sich die Themen und Artikel der pfade anschaut kann man diesen Verlauf zu immer mehr politischen Themen erkennen. Was ich damit Sagen will, ist, dass meiner Meinung nach die Sorge eher die ist, dass wir unser Alleinstellungsmerkmal, dass wir ein geschützter Raum für jeden sind durch das Einfließen lassen politischen Debatten verlieren. Und ja, ich als konservativ eingestellte Person habe mittlerweile, weil vieles politisch aufgeladen ist nicht mehr das Gefühl, dass ich oder besser gesagt meine Haltung zu bestimmten Themen bei allen Veranstaltungen des BdP wirklich akzeptiert bin. Das ist mir egal, weil ich eine selbstbewusste Person bin die zu ihrer Meinung steht, aber das eigentliche Problem ist viel mehr, dass die politische Meinung überhaupt eine Rolle spielt. Politik ist immer in gewisser Weise spaltend und nicht vereinend. Wenn wir uns an den Pfadfinderregeln orientieren brauchen wir auch keine politischen Debatten und es würde uns gut tun, wenn wir uns nicht immer mehr mit politisch aufgeladenen Themen beschäftigen sondern uns darum kümmern, dass Kinder und Jugendliche gute Lager und Fahrten erleben können.

Meiner Meinung nach macht es absolut keinen Unterschied für unsere Offenheit für alle ob wir nen gegenderten Namen haben oder nicht. Die Eltern die ihre Kinder bei den Pfadfindern anmelden werden dies nicht tun weil der eine Verband nen gegenderten Namen hat oder nicht. Es wird denke ich niemand sein Kind zum VCP oder DPSG schicken nur weil deren Name gegendert ist. Die Kinder gehen doch eh in den Stamm der am nächsten vom Wohnort ist oder wo die Schulfreunde hingehen. Ich bin da eher sogar ganz gegenteiliger Meinung, ich glaube, dass der gegenderte Name, zumindest in ländlichen Landesteilen in denen gendern nicht oder nur sehr wenig praktiziert wird eher sogar abstoßend wirken kann. Was auch traurig ist.

Darauf möchte ich auch gerne noch eingehen, da ich mir diese Frage auch gestellt habe.
Aus Gesprächen und Nachdenken haben sich mir zwei Gründe ergeben.

Der erste Grund ist meiner Meinung nach, dass Sprache und Verbandsnamen Dinge sind zu denen viele Menschen eine emotionale Bindung haben. Es fühlt sich für viele so an als würde dies durch diesen Antrag beschnitten, da der Name geändert wird. Das ist auch der große Unterschied zu den anderen gender-Anträgen, diese betreffen einen nur indirekt. Bei diesem Antrag nehme ich eine tiefgreifenderen „Einschnitt“ (mir fällt kein besseres Wort ein) war, den Menschen aus unterschiedlichsten Gründen nicht mittragen wollen. Der Weg bis zum Antrag, war aus meiner Sicht eher unglücklich, sowohl die Begründung warum der Antrag dieses Jahr gestellt wird (Corporated Design) als auch die Kommunikation sehe ich nicht als ausreichend an. Das Thema will ich nicht nochmal aufmachen, ich denke ich habe weiter oben meine Meinung deutlich genug gemacht. Ich weiss du @ann-katrin bist da anderer Meinung, wenn wir von einem „normalen“ Antrage reden würde ich dir auch zustimmen.

Dieses Ergebnis erachte ich als sehr schlecht, weil es keines ist. Ich würde es begrüßen wenn Anträge gestellt werden die abstimmbar sind, also sich die Delegierten in der Lage sehen eine Meinung zu bilden und nicht erst auf der BV überlegen was es dazu brauch. Wenn man einen Antrag dieser Tragweite einbringt sollte es meiner Meinung nach selbstverständlich sein, dass Stämme informiert werden und es Delegationen möglich ist fundiert abzustimmen.

Damit komme ich aber auch zu meinem zweiten Grund. In meiner Wahrnehmung würde es uns gut tun, wenn wir die ein oder andere Entscheidung mehr durchdenken würden bevor wir etwas beschließen. Dazu möchte ich zwei Beispiele nennen.
Es wurde auf der BV 2021 der Antrag fleischfreie Ernährung auf dem Bundeslager beschlossen. Schon auf der Bundesversammlung hat man der Lagerleitung angemerkt, dass diese nicht sehr froh war mit der Entscheidung, aber nicht nur das…was passierte… es enstand viel Unmut an unterschiedlichsten Stellen und das Ziel den ohnehin schon geringen Fleischkonsum der Stämme zu verringern ging eher nach hinten los… Ohne das Verbot wären bestimmt keine Spanferkel gegrillt worden oder rucksackweise Dosenwurst ins Lager importiert worden. Der Antrag ist für mich damit krachend gescheitert. Wäre es nicht schlauer gewesen auf eine nachhaltige und regionale Bezugsquelle für Fleisch zu setzen und somit Bewusstsein zu schaffen? Nach dem Bula, dachten sich viele Menschen, sowas kommt jetzt bestimmt nicht mehr. 2024 kam dann der Antrag „Gegen rechtsradikale Hetze und für eine bunte Gesellschaft“ schon wieder ein Antrag der die Gemüter erhitzte und für viel Unmut sorgte… Jetzt, 2025 wurde die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft, hätten wir einfach darauf gewartet, hätten wir uns den Unmut an sehr vielen Stellen sparen können.
Was ich eigentlich damit sagen will… Ich bin der Meinung, dass wir bevor wir Anträge stellen und annehmen uns zuerst mal überlegen müssen was der Antrag auslöst. Sowohl das Fleischverbot auf dem Bula, als auch der Antrag zu rechtsradikaler Hetze und für eine bunte Gesellschaft als auch dieser Antrag bringen uns in der Form, wie die Diskussionen und die Ergebnisse die aus den Anträgen hervorgegangen sind, wenig Positives sondern mehr Spaltung und Unmut. Das muss nicht mal unbedingt am Inhalt liegen, sondern auch am Prozess. Dieser Unmut und Frust ist meiner Meinung nach längst nicht mehr abstrakt, ich erlebe es in fast jeder Aktion, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder sagen, dass sie mit diesem BdP am fremdeln sind, Sprüche wie „Das ist nicht mehr mein BdP“ höre ich nicht nur einmal. Wenn wir so weitermachen fehlt uns in manchen Landesteilen und Stämmen nicht mehr viel, dass uns der BdP auseinander bricht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir im BdP mehr durchdenken, die Nerven behalten und weniger so aus dem Stehgreif handeln. Auch würde mich freuen wenn wir politische Themen wieder politische Themen sein lassen und wir uns darauf konzentrieren Kindern und Jugendlichen ne coole Zeit zu ermöglichen, denn dafür sind wir doch Sippenführer, Meutenführer, Stammesführer, LB, BB oder Vorstand, oder nicht?

Beste Grüße und Gut Pfad
Jakob

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Vielen Dank für Deine Worte, Du sprichst mir aus der Seele.

Bei dieser Diskussion frage ich mich schon länger, was ist denn aus unseren Pfadfinderregeln geworden; wie passt z.B. „Ich will den anderen achten“
mit dem Aufruf „mehr Altersdiskriminierung zu wagen“ zusammen?

Sei wach
Harald

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Das Altersargument? Bequem – und daneben.
Ich bin zum Teil jünger oder älter als manche hier. Die Spaltung zieht sich längst quer durch alle Altersklassen. Wer mal in Klassenzimmern unterwegs ist, weiß: Jugendliche mobben oder ghosten sich, weil jemand (oder dessen Eltern!) die „falsche“ Partei wählt – und ich rede nicht von der AfD. CDU oder SPD reichen da schon.
Links gegen konservativ, woke gegen altbacken – alles fetzt sich. Manche feiern das als politischen Diskurs. Aber auf Dauer? Ist das wirklich die Mehrheit – oder einfach nur die Lautesten?

„Sag mir, welche Partei du wählst – und ich sag dir, was du bist.“
„Sag mir, wie du über den Klimawandel denkst, welche Medien du nutzt, was du isst oder wie du sprichst – und ich sag dir, in welche Schublade du gehörst.“

Das ist kein kritisches Denken – das ist sozialer Druck in Dauerschleife.

Von Kriegs-, Existenz- und Zukunftsängsten sowie empfundenem Leistungsdruck muss man da noch gar nicht anfangen, um zu verstehen, warum viele Jugendliche einfach keinen Bock mehr auf noch mehr Stress haben.

Sie wollen: Frieden. Freizeit. Spaß. Gute Leute.
Na – wer kann das wohl bieten?

Was meint ihr: Steigen sie bei solchen Debatten ein und diskutieren eifrig mit – oder werden sie still und ziehen sich zurück?
Vielleicht sollten wir mal mit den Stillen reden – statt immer nur den Lauten zuzuhören.

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Diese Antrag wurde am 12.05. in einer der Antrags-WebKos besprochen. Dabei kamen die folgenden Themen auf:
• Zur Unterstützung der Stämme ist eine Art Checkliste geplant, die die wichtigsten Fragen behandelt und konkrete Hilfestellung für möglicherweise benötigte Schritte liefert. Diese ist derzeit in der Fertigstellung und wird noch auf der BV präsentiert
• Die Frage zur Partizipation der Stämme wurde in den Delegationen besprochen. Unterstützung bei der Erklärung des Schritts, über eine Checkliste hinaus, wäre auch im nachhinein hilfreich. Der AK Rainbow könnte hier wertvolle Arbeit und Unterstützung leisten. Zusätzlich wird an einer Kommunikation über die Social Media Kanäle des BdP gearbeitet
• Die Landesverbände stehen in unterschiedlichem Umfang mit ihren Stämmen zu dem Antrag in Kontakt
• Es wurde nochmal auf die Verbindung mit dem Corporate Design hingewiesen, in dessen Zuge die Wort-Bild Marke sowieso angepasst werden muss
• Die hier gestellte fehlerhafte Version mit “inneninnen” ist noch die offizielle Version. Ein entsprechender Änderungsantrag durch due Antragsstellenden wird bei der BV eingebracht.
• Es wurde gefragt, ob auch alternative Vorschläge für eine Umbenennung geprüft wurden wie z.B. (Bund des Pfadfindens, Bund der Pfadfinderei, …). Es wurde sich gegen solche Versionen entschieden, da die Antragstellenden die im Bund die Menschen im Vordergrund sehen und nicht die Methode
• Das Sternchen (*) zum gendern wurde gewählt, da es bereits jetzt so in allen Kommunikationen genutzt wird und auch unsere Satzung im letzten Jahr mit diesem Zeichen angepasst wurde.
• Es kam die Frage einer Frist zur Umbenennung für Stämme und Landesverbände auf. Die Antragstellenden haben sich gegen eine Frist ausgesprochen, um keinen zusätzlichen Druck auf die Strukturen auszuüben. Laut Satzung des BdP dürfen Stammes- und Landessatzungen nicht im Widerspruch zur Bundessatzung stehen – insofern hat der Bundesvorstand wenn nötig die Möglichkeit eine Umsetzung einzufordern. Es ist aber bewusst, dass es Stämme geben wird, die noch ein bisschen Zeit brauchen, um die Änderungen durchzuführen – aufgrund von internen Diskussionen. Konkrete Fragen dazu sollen auch über die Checkliste geklärt werden

Gut Pfad Alex,
leider geht Dein Kommentar am Kern des Problemes vorbei. Der Kern des Problemes ist, dass die Basis nicht von Euch eingebunden wurde. Dies wurde m.E. hier bereits hinreichend diskutiert und ganz offen, das Argument corporate design ist in meinen Augen nicht stichhaltig.

HgP
Harald

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Hallo @Harald,

Vielen Dank fürs aufmerksame Verfolgen dieses Threads. Es handelt sich bei meinem „Kommentar“ – wie oben geschrieben – um eine Zusammenfassung der Themen, die in der WebKo zu den Anträgen zur Sprache gekommen sind. Diese war explizit nicht als intensiver, inhaltlicher Austausch zum Thema gedacht, sondern vor allem dafür, Fragen zum Antrag zu klären und noch einmal ein paar allgemeine Punkte dazu zu sammeln.

Das Argument der Einbindung der Basis wurde in diesem Thread nun oft genug aufgeworfen worden und ist allen präsent. Der kompletten Gemeinschaft von Delegierten und damit demokratisch legitimierten Vertreter*innen der Landesverbände abzusprechen, dass sie die wichtigen Punkte eines Themas erfassen finde ich schon ein starkes Stück.

Ich bitte alle hier Beteiligten darum auch weiterhin vor Verfassen eines Beitrags zu prüfen, ob ihre Argumente schon genannt wurden.

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Diese Diskussion hat über 2.600 Aufrufe. Es kriegen so viele Menschen mit, ob durch Meme Gruppen, durchs selber lesen, durch Freund*innen,…

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Sorry, der VCP hat es uns vorgemacht!

Der Antrag wurde angenommen.

Der Antrag wurde in der folgenden Form mit 87 Ja- und 5 Nein-Stimmen sowie 5 Enthaltungen angenommen:

"Der Name unseres Verbandes wird von „Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.“ zu „Bund der Pfadfinder*innen e.V.“ geändert. Hierfür werden die Satzung und die Ordnungen zur Satzung an den folgenden, in der Synopse dargestellten Stellen, geändert. Diese Änderung tritt sofort in Kraft und wird in allen künftigen Veröffentlichungen des Bundes, insbesondere im Zuge der Überarbeitung des Corporate Designs, unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Übergangs umgesetzt.

Überschrift der Satzung
Satzung des Bundes der Pfadfinder*innen e.V.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr
(1) Der Verein trägt den Namen Bund der Pfadfinder*innen e.V., abgekürzt BdP.

(5) Der Verein gliedert sich in Landesverbände, diese wiederum in örtliche Gruppen.

  • Die Landesverbände führen den Namen: Bund der Pfadfinder*innen Landesverband unter
    Hinzufügung des Namens des Bundeslandes bzw. der Bundesländer.
  • Die örtlichen Gruppen führen den Namen: Bund der Pfadfinderinnen Stamm unter
    Hinzufügung eines selbst gewählten Namens, bzw. Bund der Pfadfinder
    innen
    Aufbaugruppe unter Hinzufügung eines selbst gewählten Namens. […]

§ 15 Satzungen von Untergliederungen
(1) Satzungen von Untergliederungen des Vereins oder von Förder- und Trägervereinen,
welche die Bezeichnung Bund der Pfadfinderinnen (BdP) verwenden, dürfen nicht im
Widerspruch zu dieser Satzung stehen. […]
(2) Lassen sich Untergliederungen des Vereins als rechtsfähiger Verein eintragen, muss ihre Satzung bestimmen, dass die Mitgliedschaft im Verein der Untergliederung zugleich die Mitgliedschaft im Bund der Pfadfinder
innen e.V. (BdP), Sitz Immenhausen, begründet.

Ordnungen zur Satzung
Vorwort zur Beitragsordnung
[…] Der Bund der Pfadfinder*innen e.V. erhebt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Dieser beinhaltet u.a. die Unfall- und Haftpflichtversicherung, die Mitgliederzeitschrift sowie die Beiträge für WAGGGS und WOSM. […]

Überschrift der Geschäftsordnung
Geschäftsordnung für die Bundesversammlung des Bundes der Pfadfinder*innen e.V.

Bundesordnung
Überschrift
Bundesordnung des Bundes der Pfadfinder*innen e.V. (BdP)

V. Gliederungen 5.3.
Die Landesversammlung wählt den Landesvorstand gemäß §12 der Satzung des Bundes der
Pfadfinder*innen e.V. (BdP); sie regelt die Angelegenheiten des Landesverbandes; im übrigen gilt § 9 der v.g. Satzung."

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